linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

20Mrz/110

Tastenkürzel im Nautilus

Gnomes Standard-Dateimanager Nautilus bietet einige nützliche Shortcuts.

Es folgen die von mir am häufigsten verwendeten Nautlius-Tastenkombinationen. Es sind bei Weitem nicht alle Tastaturkürzel aufgezählt, aber zumindest einige recht praktische, die dir als Linux-Noob vielleicht doch noch eine Hilfe sein können.

Verborgene Dateien anzeigen

Um versteckte Dateien und Verzeichnisse (jene mit einem Punkt im Namen beginnend) sichtbar zu machen, ist lediglich die Tastenkombination Strg+H (bzw. Ctrl+H) zu betätigen. Zum Verstecken der nun angezeigten Dateien muss erneut Strg+H gedrückt werden.

Verzeichnisse anlegen

Zum Anlegen eines Unterverzeichnisses im derzeit geöffneten Verzeichnis sind die Tasten Strg+Umschalt+N (bzw. Ctrl+Shift+N) zu drücken. Nur noch den Verzeichnisnamen eingeben, fertig.

Navigieren

In das in der Verzeichnishierarchie höher gelegene Verzeichnis gelangst du mit Alt+PfeiltasteHoch (bzw. Alt+Up). In das zuletzt angesehene Verzeichnis kommst du mit der Tastenkombination Alt+PfeiltasteLinks (bzw. Alt+Left), wieder nach vorne navigieren kann man mit Alt+PfeiltasteRechts (bzw. Alt+Right).

Dateien und Verzeichnisse nach Namen auswählen

Sind dir die Namen deiner Verzeichnisse und Dateien bekannt, kannst du direkt die ersten Buchstaben der entsprechenden Namen eintippen, einfach so und ohne zusätzliche Shortcuts. Die Dateien und Verzeichnisse, auf welche die von dir eingegebenen Anfangsbuchstaben passen, kannst du nun mit den Pfeiltasten Hoch und Runter (bzw. Up/Down) auswählen. Die übrigen Dateien werden damit bei der Auswahl ignoriert, diese Einschränkung kann durch Drücken der Escape-Taste wieder aufgehoben werden.

Splitscreen benutzen

Um dem Nautlius einen Hauch von Nortan Commander und Co. zu verleihen und eine zweispaltige Ansicht zu aktivieren, ist schlicht die Taste F3 zu drücken. Zwischen den beiden Spalten kann neben der Verwendung der Maus mit F6 hin und her gewechselt werden.

Dateien endgültig löschen

Für sofortiges Löschen von Dateien (Papierkorb wird umgangen) ist nach Markieren der entsprechenden Dateien die Tastenkombination Umschalt+Entf (bzw. Shift+Del) zu betätigen. Achtung, die gelöschten Dateien landen nicht im Papierkorb! Benutzung auf eigene Verantwortung.

Dateien umbenennen

Einer der Klassiker, die auch im Dateiexplorer von Microsoft Windows auf diese Weise funktionieren, ist das Umbennen von Verzeichnissen und Dateien, dies erreichst du durch Drücken der Taste F2.

Eigenschaften anzeigen

Um dir von markierten Dateien und Verzeichnissen die Eigenschaften anzeigen zu lassen, musst du (wenn du gerade keine Lust auf einen Rechtsklick mit deiner Maus hast) Alt+Eingabe (bzw. Alt+Enter) drücken.

25Sep/100

Immer auf dem Laufenden mit TV-Browser

TV-Zeitschriften (TV Movie und Co.) sind etwas Feines. TV-Programmübersichten im Internet (tvtv.de und Co.) sind noch feiner. Das Feinste ist jedoch der TV-Browser.

Mit ihm hat man nicht nur eine Programmübersicht, mit ihm hat man die volle Kontrolle über selbige. Außerdem ist der TV-Browser unglaublich umfangreich mit Sendern und Plugins ausgestattet. Die Statistiken sprechen dabei für sich (siehe Startseite der TV-Browser Homepage).

Wow, was der alles kann...!

Screenshot: TV-Browser

Screenshot: TV-Browser

Der TV-Browser ist absolut frei konfigurierbar, unzählige Einstellungsmöglichkeiten erfüllen -das TV-Programm betreffend- jeden erdenklichen Wunsch. Vom Anzeigen deiner Lieblingssender über das Bewerten von TV-Sendungen, das Beauskunften von Filmpreisen bis hin zur Erinnerungsfunktion ist alles dabei, was eine TV-Zeitschrift auch kann und darüber hinaus noch viel mehr. Die richtige Konfiguration vorausgesetzt, kann der TV-Browser sogar externe Programme starten, um die Aufnahme einer Sendung zu kontrollieren.

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Mein Tipp

Lass das Programm immer minimiert laufen und lasse dir immer nur mit Rechtsklick auf das System-Tray-Icon des TV-Browsers eine kurze Übersicht der laufenden Sendungen anzeigen. Auch hier gilt der Anspruch der Entwickler, dem Benutzer freie Wahl für die Konfiguration zu lassen.

Übrigens, bei all der freien Wahl und den vielen Einstellungsmöglichkeiten sind die Einstellungen sehr geordnet, übersichtlich und damit sehr benutzerfreundlich.

Schlussendlich viele Pluspunkte, die mich geradezu nötigten, den TV-Browser zu empfehlen. Daher viel Spaß damit! :-)

Voraussetzung: Java

Damit der TV-Browser läuft, muss auf dem Zielsytem Java installiert sein. Stelle daher sicher, dass du eine JRE (Java Runtime Environment, also eine Java-Laufzeitumgebung) installiert hast. Bei einigen Linux-Distributionen ist Java vielleicht bereits vorinstalliert. Ein Test auf der Konsole offenbart dir, ob Java installiert ist oder nicht:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_21"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_21-b06)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 17.0-b16, mixed mode, sharing)

Ist die Java-Frage geklärt, kann es auch schon losgehen: Herunterladen, installieren, starten, sich freuen (Installationsanweisungen siehe Webseite).

Achtung: Java ungleich Java

Bei Distributionen wie Fedora wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die übliche JRE von Oracle (ehemals von Sun Microsystems) mitgeliefert, sondern eine OpenSource-JRE. Das erkennst du, wenn du (sofern Java installiert ist) bei der Java-Prüfung ein der folgenden Ausgabe ähnliches Resultat erhälst:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_18"
OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.8) (fedora-36.b18.fc11-i386)
OpenJDK Client VM (build 14.0-b16, mixed mode)

Problem? Nein, nicht direkt. Die OpenSource-Variante kann fast alles, was man für Java-Anwendungen braucht. Aber eben doch nur fast.

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Alles funktioniert tippi toppi mit der JRE des OpenJDK. Bei der Nummer mit dem System-Tray jedoch werden möglicherweise die Labels zu den laufenden Sendungen nicht angezeigt. Was zurück bleibt, sind farbige Balken, denen man lediglich noch entnehmen kann, zu welchen Sendern sie gehören, aber keinesfalls, welche Filme gerade laufen.

"Lies dich schlau im Internet" half mir, die Erkenntnis zu gewinnen, dass dieses Phänomen der fehlerhaften Anzeige kein Bug im TV-Browser ist (wovon ich eine Zeit lang ausging), sondern dass es sich um einen Fehler in eben jenem OpenJDK handelt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Willst du den TV-Browser immer im vollen Fenster benutzen, mach dir über das OpenJDK keinen Kopf.
Möchtest du den TV-Browser hingegen minimiert betreiben und häufig das Rechtsklick-Menü im System-Tray in Anspruch nehmen, dann installier dir auf jeden Fall die "echte" JRE von Oracle.

http://www.tvbrowser.org/
21Sep/100

Software für (m)eine blanke Neuinstallation

Anlässlich meiner Neuinstallation von Fedora möchte ich die Gelegenheit nutzen, um eine Liste nützlicher Programme und Dienste anzufertigen, mit deren Hilfe ich beim nächsten Mal nicht so viel überlegen muss, was ich alles an Software brauche und was nicht. (Hoffentlich gibt es dieses nächste Mal der kompletten Neuinstallation nicht, sondern lässt sich durch ein erfolgreiches Systemupdate vermeiden)

Diese Liste soll in erster Linie mir selbst helfen, mich zu erinnern und erst in zweiter Instanz dir Inspiration geben, Software kennenzulernen, mit der du vielleicht noch keine Bekanntschaft gemacht hast.
Also stelle bitte die Auswahl der Programme nicht gleich in Frage, wenn du glaubst, bessere zu kennen. Ich habe die meisten Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Software ganz bewusst getroffen.

Im Übrigen werde ich die folgenden beiden Listen in unregelmäßigen Abständen kommentarlos kürzen oder erweitern, wenn ich andere Tools zu verwenden beginne oder mich von diversen Programmen verabschieden und distanzieren möchte. Die Einträge der Listen unterliegen keiner Priorisierung/Ordnung, die Reihenfolge ist also zufällig.

Must Have

Folgende Tools sind für mich ein absolutes Muss, da ich sie mindestens gelegentlich, teils sogar sehr häufig und regelmäßig verwende:

  1. wget
  2. vim
  3. GraphicsMagick
  4. Subversion
  5. GnubVersion
  6. Firefox + Addons (Adblock Plus, Cache löschen, Download Statusbar, Fast Dial, Firebug, Flagfox, Locationbar², Pearl Crescent Page Saver Basic, Web Developer, Xmarks YSlow, ggf. noch einige andere)
  7. Thunderbird + Addons (eigentlich nur Lightning)
  8. Pidgin
  9. FileZilla
  10. Liferea
  11. mpd, mpc, gmpc (Fedora-User sollten den Abschnitt "PulseAudio" unter http://mpd.wikia.com/wiki/Configuration beachten)
  12. GIMP
  13. Inkscape
  14. Meld
  15. Poedit
  16. Texmaker
  17. PDF Chain
  18. pyRenamer
  19. nautilus-actions
  20. VLC
  21. TV-Browser
  22. JDownloader
  23. Java
  24. Adobe Flash
  25. XAMPP oder statt Apache auch Lighttpd
  26. diverse Browser zum Testen von Webseiten (Opera, Arora, Midori, Epiphany, ...)
  27. gedit-plugins

May Have

Bei Bedarf nutze ich (einige nutzte ich nur in der Vergangenheit) auch noch folgende Tools:

  1. VirtualBox OSE
  2. F-Spot
  3. OpenOffice.org
  4. POV-Ray
  5. Blender
  6. Audacity
  7. gFTP (z.B. als Ausweichmöglichkeit für FileZilla)
  8. MusicBrainz Picard
  9. Conky
  10. Docky
  11. DVDStyler
  12. HTTrack

Ich möchte daran erinnern, dass die genannten Programme insbesondere für mich persönlich die erste Wahl sind. Das heißt nicht, dass sie dir ebenfalls gefallen müssen. Vermeide ergo niederschmetternde Worte über diese Programme, Dienste und sonstige Software. ;-)

http://www.poedit.net/
6Sep/100

Browserkennung im Firefox ändern

Webserver sind in der Lage, einige Daten deines Systems zu ermitteln. Diese schickt dein Feuerfuchs nämlich ganz freizügig an die Server der Webseiten, die du ansteuerst. Es sind nicht viele Infos, die dein Browser sendet, aber ausreichenden Aufschluss über dein System können sie geben. Zur Browserkennung gehören natürlich die Art und Version des Browsers, aber auch Informationen zu deinem Betriebssystem. Beispiele dafür können sein:

Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de; rv:1.9.1.9) Gecko/20100330 Fedora/3.5.9-1.fc11 Firefox/3.5.9
Mozilla/5.0 (Macintosh; U; Intel Mac OS X 10.6; de; rv:1.9.2.8) Gecko/20100722 Firefox/3.6.8

Unschwer erkennbar sind unter Anderem die Distribution ("Fedora", auch die Version "fc11") und sogar Hinweise auf die Systemarchitektur (siehe in der Klammer: "Linux i686", also ein Prozessor der x86-Reihe von Intel).

Weshalb denn überhaupt ändern?

Sind das Dinge, die einer Webseite bekannt sein sollten, nur um etwas HTML auszuspucken?

Es obliegt einzig dem Willen der Webseitenprogrammierer, was die entsprechenden Webserver mit diesen Erkenntnissen über dein System anfangen.

  • Steigerung des Komfort
    • Ausnutzen browserspezifischer Möglichkeiten für bessere Interaktion mit der Webseite
    • Websurfen kann dadurch angenehmer werden und mehr Spaß machen
    • jawoll, das finden wir total gut
  • statistische Erhebungen
    • Ermitteln der User-Anazhl, welche Firefox, Opera und Co. verwenden oder Linux, MacOS, Windows, etc.
    • du wirst ungefragt Teil einer Statistik
    • hmm naja, das finden wir solala, aber ist nicht so sehr schlimm
  • böswillige Absichten
    • Auswählen einer bekannten Sicherheitslücke, die evtl. auf deine Systemkonfiguration passen könnte
    • Ausnutzen dieser Lücke für einen digitalen Angriff auf deinen Rechner (welcher Art dieser Angriff auch immer sein möge)
    • au Backe, das finden jetzt aber wir wirklich doof
  • und so weiter ...

Die Preisgabe deiner Systeminformationen kann dich unter Umständen und mit einer Extraportion Pech zur Zielscheibe für Cyberattacken (geiles Wort ;-)) machen. Es liegt also auf der Hand, zumindest keine sicherheitsrelevanten Informationen offenbaren zu wollen. Die Angaben deiner Browserkennung müssen geändert werden, damit kein Webserver dieser Welt mehr zu erkennen in der Lage ist, welches Betriebssystem und dergleichen du nutzt.

Und wie ändert man das?

Bevor ich mich selbst noch in Worten verliere (eh schon zu spät), die ohnehin bereits zu Hauf im WWW verfügbar sind, hier ein paar Links, bei denen du die Antwort auf jene Frage erhälst:

Zwischen Sicherheit und Benutzbarkeit

Kleiner Tipp: Wenn du deine Browserkennung verschleierst, vermeide es besser, Werte jenseits der echten Browserkennungen zu nehmen. Also keine Fantasienamen, sondern wenigstens einen Teil der echten Kennung, zum Beispiel nur den Wert:

Mozilla/5.0

Du möchtest lieber "blabla" eintragen? Warum also Mozilla angeben?

Ganz einfach:
Einige Webseiten nehmen bei unbekannten Browserkennungen schlicht an, es handele sich um ein mobiles Gerät (Handy oder Ähnliches). Daraufhin wählen sie eine andere Darstellung, die auf diese Mobilgeräte-Browser optimiert ist (kleine Schriften, weniger lange Texte etc.).
Das ist dann zwar für dich eine sehr sicherheitsorientierte Einstellung, weil niemand mehr auch nur im Ansatz deinen Browser ermitteln kann, aber das macht andererseits die Benutzung jener Webseiten nur bedingt angenehm auf einem großen Monitor.

Als Beispiel kann ich AlltheWeb.com nennen. Probiere es mal aus. Ändere deine Browserkennung (wie in obigen Links beschrieben) auf eine unbekannte Kennung (nimm einfach deinen Namen oder besagtes "blabla") und besuche AlltheWeb. Probiere es anschließend erneut mit der Kennung Mozilla/5.0 aus. Der Unterscheid wird dir sicher auffallen.

Deshalb empfehle ich wieder ein Stückchen in Richtung Benutzbarkeit zu rutschen. Und mal unter uns Pastorentöchtern: eine sicherheitsrelevante Einschränkung ist das wirklich nicht. Du musst nichts Schlimmes dadurch fürchten. Denn sehr viele Browser verwenden Mozilla/5.0 als Präfix für ihre Browserkennung.
Das heißt übrigens nicht, dass die alle etwas mit Mozilla zu tun haben, es geht dabei um eine Kompatibilitätsfrage, wobei diese Angabe in modernen Browsern eher nur noch historische Gründe hat und nicht mehr verwendet wird. Infos gibt's auf User Agent String.Com.

Jemand anderes sein

Du kannst auch ganz frech sein und dir eine Browserkennung zulegen, die so überhaupt gar nicht auf dein System passt.

Mozilla/5.0 (compatible; MSIE 9.0; Windows NT 6.1; Win64; x64; Trident/5.0; .NET CLR 2.0.50727; SLCC2; .NET CLR 3.5.30729; .NET CLR 3.0.30729; Media Center PC 6.0; Zune 4.0; Tablet PC 2.0; InfoPath.3; .NET4.0C; .NET4.0E)

Das liegt nun ganz bei dir. :-)

21Aug/100

Viele Bilder auf einmal verkleinern

Du möchtest hunderte von Fotos verkleinern, damit du sie zum Beispiel auf eine Homepage laden kannst oder Ähnliches? Verständlich, dass du auf keinen Fall jedes Bild einzeln mit einer Bildbearbeitung öffnen, es auf die gewünschte Größe verkleinern und schließlich speichern möchtest. Das kostet viel Zeit. Zum Glück gibt es GraphicsMagick, welches genau das für dich in einem einzigen Durchlauf (quasi Batch) erledigt.

GraphicsMagick findet seine Abstammung im fast ebenso mächtigen Tool ImageMagick und kann sehr viel mehr als nur Bilder verkleinern, aber beschränken wir uns an dieser Stelle auf das Verkleinern. Ich unterstelle einmal, dass das eines der gängigsten Anwendungsbeispiele sein könnte (zumindest auf mich trifft diese Aussage zu, auf dich vielleicht auch, weil du diesen Artikel ja gerade liest).

Lange Rede, kurzer Sinn - so geht's:

[arvid@C64 ~]$ cd verzeichnis-mit-bildern/
[arvid@C64 verzeichnis-mit-bildern]$ gm mogrify -resize 400x300 *.png

Also ab ins Verzeichnis, in dem sich die zu verkleinernden Fotos befinden und das GraphicsMagick-Utility "mogrify" aufrufen. Als Parameter die Größe angeben und zu guter Letzt ein Suchmuster für die Bilddateien, auf welche der Befehl angewendet werden soll. Das ist auch schon alles. Einfach, oder?

Wenn du ausschließlich Meta-Informationen aus den Bildern entfernen möchtest (z.B. im Foto gespeicherte Kameraeigenschaften), rufe folgenden Befehl auf:

[arvid@C64 verzeichnis-mit-bildern]$ gm mogrify *.png +profile "*"

Du kannst deinen Befehl auch noch wie folgt erweitern/verändern/optimieren:

  • beide Befehle zu einem Befehl zusammenfassen
  • die Resize-Angabe durch einen Prozentwert ersetzen, anstatt eine genaue Auflösung anzugeben
  • ggf. ein anderes Dateiformat angeben (neben PNG auch JPG/JPEG und viele andere)
[arvid@C64 verzeichnis-mit-bildern]$ gm mogrify -resize 50% *.jpg +profile "*"

Wie schon erwähnt, ist GraphicsMagick zu sehr viel mehr in der Lage als das hier. Es gibt tonnenweise andere Befehle und Befehlskombinationen. Hierfür lies dich am besten auf der offiziellen Homepage schlau oder suche nach weiteren Informationsquellen in der Suchmaschine deiner Wahl.

15Aug/100

Übersicht behalten mit Virtual Desktop

Solltest du noch keine Bekanntschaft mit dem Virtual Desktop, also known as "Arbeitsflächenumschalter", gemacht haben, dann empfehle ich dir, dich mit selbigem vertraut zu machen.

Virtual Desktops gehören auf jeden Fall zu denen Dingen, die ich vor meinem Umstieg auf Linux immer an Windows XP vermisst habe, ohne dass ich damals überhaupt wusste, dass es sie gibt und ich sie eigentlich brauche. Seit ich den "Arbeitsflächenumschalter" kenne und nutze, möchte ich ihn auch auf keinen Fall mehr missen. Er sorgt bei richtigem Umgang für ein Mehr an Übersichtlichkeit bei vielen offenen Programmen.

So simpel und (für manch einen sogar) unbedeutend dieses Feature auch sein mag: Für mich sind Virtual Desktops definitiv ein Highlight im täglichen Umgang mit Linux.

Danke, liebe Tux-Welt für diese hervorragende Funktionalität!

<OFF-TOPIC>
Und mal ehrlich, Apple macht mit seinem Mac OS zwar schon verdammt viel verdammt richtig, aber wer die Spaces kennt, wird mir vielleicht zustimmen: Linux macht das irgendwie besser.
Denn mit den Spaces unter Mac OS hatte ich tatsächlich schon häufiger Probleme (insbesondere beim Wechseln von einem zum anderen Space).

Aber welches Betriebssystem diese oder jene Sache besser oder schlechter macht, gehört wohl in eine andere Geschichte...
Ist ja auch ein Stück weit Geschmackssache. ;-)
</OFF-TOPIC>

12Aug/100

SVN-Integration in den Nautilus

Im Windows-Bereich ist man sich mit ToroiseSVN seit jeher eine nahtlose Einbindung von Subversion in den Win-Explorer gewohnt.
Im Linux-Bereich muss man zumeist auf andere Tools zurückgreifen (die nicht im Dateiexplorer eingebunden werden) oder via Terminal mit dem svn-Kommando arbeiten.

Schritt 1: GnubVersion

Screenshot: GnubVersion ohne SVN Diff (Quelle: GnubVersion Projektseite)

Screenshot: GnubVersion ohne SVN Diff (Quelle: GnubVersion Projektseite)

Wer eine TortoiseSVN-ähnliche Lösung für Linux sucht und bislang noch nichts für seinen Gnome-Desktop gefunden hat, dem sei zunächst GnubVersion empfohlen. Ähnlich wie TortoiseSVN in den Windows-Dateiexplorer integriert sich GnubVersion nach dessen Installation in den Nautilus.

Also, erster Schritt: GnubVersion installieren.

Allerdings ist GnubVersion bei Weitem nicht so funktionsumfangreich wie das Windows-Pendant. Viele Funktionen sind im Grunde auch gar nicht nötig und das Wesentliche beherrscht GnubVersion ja auch, aber eine Sache fehlt: der SVN-Diff.

Schritt 2: Meld und die Nautilus-Aktionen

Um diesen Verlust auszugleichen, habe ich mir etwas Abhilfe verschafft. Folgendes wird dafür benötigt:

  • das Tool Meld (wenn ich mich recht entsinne, habe ich mir auch andere Diff-Betrachter angesehen, aber dieser gefiel mir am besten)
  • die Nautilus-Aktionen
  • und ein Skript, welches SVN mit Meld und den Nautilus-Aktionen verbinden soll (siehe Schritt 3)

Das sind die Zutaten - Wollen wir sie mal miteinander vermischen...

Die Nautilus-Aktionen lassen sich zum Beipiel in yum (dem Fedora-Paketmanager) unter dem Paketnamen "nautilus-actions" schnell finden und installieren. Das Gleiche gilt für Meld, der Paketname lautet schlicht und ergreifend "meld".

Schritt 3: Skript für Nautilus-Aktionen erstellen

Sind beide Tools installiert, folgt der spannende Teil: das Sktipt. Dieses ist zwar vergleichsweise simpel, dafür aber sehr nützlich. Zunächst der Inhalt des Skripts, eine kurze Erläuterung folgt darunter:

#!/bin/bash

# --------------------------------------------------------------------------
# Benutzung des Skripts prüfen

# Anzahl Parameter prüfen
if [ ! $# -eq 1 ]; then
 echo "svndiff benötigt genau einen Parameter, nämlich den Pfad zur Datei (wobei diese natürlich unter SVN-Kontrolle stehen muss)" | zenity --text-info --title="Fehler" --width=600 --height=400
 exit 1
fi

# --------------------------------------------------------------------------
# Variablen anlegen und Dateien prüfen

# Anzahl Wörter, die durch Slash getrennt sind
WORD_COUNT=`echo ${1} | sed 's/\// /g' | wc -w`
WORD_COUNT_PLUS_1=`expr $WORD_COUNT + 1`

# Pfad und Dateinamen ermitteln
FILE_PATH="`echo ${1} | cut -d/ -f1-${WORD_COUNT}`/"
FILE_NAME=`echo ${1} | cut -d/ -f${WORD_COUNT_PLUS_1}`

# Pfade für die SVN-Dateien zusammenstöpseln
# Vergleichsdatei aus SVN-Repository: <pfad>/.svn/text-base/<file>.svn-base
SVN_BASE_FILE="${FILE_PATH}.svn/text-base/${FILE_NAME}.svn-base"
# geänderte bzw. zu prüfende Datei <pfad><file> (kommt direkt aus dem Aufrufparameter, daher kein Zusammenstöpseln notwendig)
SVN_CHANGED_FILE=$1

# Pfade prüfen
# die SVN-Base-Datei
if [ ! -f $SVN_BASE_FILE ]; then
 echo "Datei existiert nicht: $SVN_BASE_FILE" | zenity --text-info --title="Fehler" --width=600 --height=100
 exit 1
fi
# die Datei
if [ ! -f $SVN_CHANGED_FILE ]; then
 echo "Datei existiert nicht: $SVN_CHANGED_FILE" | zenity --text-info --title="Fehler" --width=600 --height=100
 exit 1
fi

# --------------------------------------------------------------------------
# den eigentlichen Zweck des Skripts erfüllen

# meld (das Diff-Tool) starten
meld $SVN_BASE_FILE $SVN_CHANGED_FILE &

exit 0

Was passiert in dem Skript im Klartext...? Diese Frage möchte ich dir natürlich sofort beantworten.

1. Pfade ermitteln
Für die Verwendung des Skripts wird beim Aufruf ein Parameter benötigt, nämlich der Pfad zur Datei, für die ein SVN-Diff angezeigt werden soll. Die Angabe des Parameters wird im Block nach der ersten Trennlinie geprüft. Im nächsten Abschnitt wird aus dem Parameter der Verzeichnispfad vom Dateinamen getrennt. Daraus wird der Pfad erschlossen, der zur entsprechenden SVN-Base-Datei führt. Nun sind beide Pfade bekannt: Der Pfad zur eigentlichen Datei und der Pfad der zugehörigen SVN-Base.

2. Diff-Tool starten
Im letzten Block unter dem dritten Trennstrich wird das Tool Meld gestartet, dieses erhält als Parameter die Pfade der beiden Dateien. Das ist auch schon alles, was wir an dieser Stelle brauchen.

3. That's it.
Mehr passiert da auch gar nicht...

Screenshot: SVN Diff mit nautilus-actions

Screenshot: SVN Diff mit nautilus-actions

Schritt 4: Skript und Nautilus-Aktionen vermählen

Lege nun eine Textdatei an und speichere den Inhalt des oben abgebildeten Skripts darin. Pfad und Dateiname sind egal, denn Namen sind bekanntlich Schall und Rauch. Lege die Datei z.B. im Home-Verzeichnis unter ./.nautilus-actions/ ab und nenne sie svndiff (meinethalben auch "schall und rauch"). Starte dann das Programm nautilus-actions unter System > Einstellungen > Nautilus-Aktionen und füge diese Datei einfach hinzu.

Und fertig ist unser SVN-Diff.

Schritt 5: Have fun!

Wähle im Nautilus Dateien aus, die sich unter Versionskontrolle mit Subversion befinden und lasse dir via Rechtsklick auf "SVN-Diff" eben selbigen anzeigen.

Screenshot: Meld mit SVN-Diff

Screenshot: Meld mit SVN-Diff

10Aug/100

PDF-Dateien bearbeiten mit PDF Chain

Du hast mehrere PDF-Dateien und möchtest diese zu einer einzigen Datei zusammenführen? Oder du möchtest ein mehrseitiges Dokument aufteilen in viele kleine PDF-Dateien?

Dazu und zu etwas mehr noch ist das Tool PDF Chain (Paketname: pdfchain) in der Lage. Einfach, schlicht und funktionell: Just good.

8Aug/100

LaTeX-Editor Texmaker

Du arbeitest an Dokumentationen für Studium/Schule/Arbeit? Du machst das mit TeX/LaTeX und suchst noch einen guten LaTeX-Editor?

Ich empfehle dir hierfür meinen Lieblings-Editor Texmaker. Im Gegensatz zu einigen anderen LaTeX-Editoren ist dieser sehr einfach bedienbar (keine sprichwörtlichen tausend Knöpfe zum drücken) und beherrscht trotzdem alles Nötige, um mit tex-Dokumenten arbeiten zu können (bis hin zu Autocode-Vervollständigung ist im Grunde alles dabei, siehe auch Feature-Liste auf der Homepage).

Ich mag den Texmaker jedenfalls sehr gerne! Einfache Shortcuts zum "Texen" erleichtern die Arbeit (Taste [F6] zum Erzeugen einer PDF-Datei aus den tex-Sourcen und Taste [F7] zum Ansehen der Datei im System-Standard-PDF-Viewer). Der Texmaker lässt sich -das sei am Rande erwähnt- auf jedem gängigen Betriebssystem installieren.

5Aug/100

Viele Dateien auf einmal umbenennen mit pyRenamer

Hunderte von Dateien, die du umbenennen möchtest? Aber um Gottes Willen nicht einzeln, sondern in einer Art Batch-Verarbeitung?

Kein Problem! Nimm einfach den pyRenamer. Mit diesem Tool ist das gleichzeitige Umbenennen vieler Dateien möglich. Die Bedienung ist im Übrigen sehr einfach, deshalb schreibe ich dazu mal nichts weiter.

Zwei kleine Anwendungsbeispiele

Fotos von deiner Foto-Kamera kopiert, aber dir gefallen die automatisch gesetzten Dateinamen wie "p4200019.jpg" einfach nicht.
Du wünscht dir stattdessen Bezeichnungen wie "urlaub-ruegen-2010-001", "urlaub-ruegen-2010-002" etc. oder statt einer Durchnummerierung gar zufällige Zahlen.

Oder aber du bist Programmierer und in deinem Projekt gilt es, eine Vielzahl von Log-Dateien zur automatisierten Verarbeitung umzubenennen, weil der Log-Analyzer ein bestimmtes Dateinamenformat ewartet (warum auch immer er das sollte... aber das ist ja nur ein Beispiel)?

Der pyRenamer macht's möglich.

1Aug/100

Umstieg auf Linux

Du benutzt ein Betriebssystem, welches fern den unixoiden Systemen ist? Du möchtest dich aber an einer Linux-Distribution ausprobieren und vllt. sogar ernsthaft dahin umsteigen? Und das Einzige, was dir noch fehlt, sind ein Ansatz, die Bezugsquellen und ein Schuss Motivation, um das Ganze auch wirklich durchziehen zu können?

Dann können dir möglicherweise diese Artikel helfen, die ich seinerzeit als Co-Autor für den Einsteiger-Blog verfasst habe:

Ergänzend dazu findest du hier noch Folgendes: