linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

22Mrz/110

Chromium für Fedora

In den Standard-Repositories von Fedora ist der Chromium-Browser nicht enthalten. Du kannst ihn stattdessen wie folgt installieren.

Begieb dich auf die Repositories-Seite von Fedora People und lade dir die repo-Datei für den Chromium-Browser herunter. Speichere die Datei zum Beispiel auf deinem Desktop.

1. Repo hinzufügen

Öffne nun ein Terminal und gib Folgendes ein:

[arvid@c64 ~]$ cd /etc/yum.repos.d/
[arvid@c64 yum.repos.d]$ sudo cp ~/Desktop/fedora-chromium.repo ./

Damit gelangst du zunächst in das Verzeichnis, in dem alle von yum registrierten Repositories liegen (also alle für deinen Rechner erfassten Quellen, von denen aus du Programme beziehen und installieren kannst). Anschließend kopierst du die repo-Datei, die du zum Installieren von Chromium benötigst, in dieses Verzeichnis.

Ohne Verzeichniswechsel

Alternativ kannst du natürlich auch auf den Wechsel in das genannte Repository-Verzeichnis verzichten und den Kopiervorgang direkt vor Ort und Stelle ausführen und dabei die Zielverzeichnisse entsprechend direkt angeben. Also Terminal öffnen und eingeben:

[arvid@c64 ~]$ sudo cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Befehl sudo nicht möglich?

Obacht, der sudo-Befehl klappt natürlich nur, wenn dein System-Benutzer entsprechend in der Datei /etc/sudoers aufgeführt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann probiere folgende Eingaben:

[arvid@c64 ~]$ su
Passwort: [hier das Passwort des root-Users eingeben]
[root@c64 arvid]# cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Du hast dir damit root-Zugang verschafft, in dem du dich als selbiger angemeldet hast und anschließend kopierst du, wie oben schon beschrieben, die repo-Datei in das nötige Zielverzeichnis.

2. Chromium installieren

Chromium Browser in Fedora installieren

Dem Paket-Installer ist das Repository (also die Paketquelle) für den Chromium-Browser jetzt bekannt. Du kannst ihn installieren, wie jedes andere gängige Programm auch.

Starte das Programm gpk-application über das Menü unter System > Administration > Software hinzufügen/entfernen und gib im Suchfeld "chromium" ein. Kurz warten, Häkchen setzen und "Anwenden" klicken, installieren lassen. Fertig.

25Sep/100

Immer auf dem Laufenden mit TV-Browser

TV-Zeitschriften (TV Movie und Co.) sind etwas Feines. TV-Programmübersichten im Internet (tvtv.de und Co.) sind noch feiner. Das Feinste ist jedoch der TV-Browser.

Mit ihm hat man nicht nur eine Programmübersicht, mit ihm hat man die volle Kontrolle über selbige. Außerdem ist der TV-Browser unglaublich umfangreich mit Sendern und Plugins ausgestattet. Die Statistiken sprechen dabei für sich (siehe Startseite der TV-Browser Homepage).

Wow, was der alles kann...!

Screenshot: TV-Browser

Screenshot: TV-Browser

Der TV-Browser ist absolut frei konfigurierbar, unzählige Einstellungsmöglichkeiten erfüllen -das TV-Programm betreffend- jeden erdenklichen Wunsch. Vom Anzeigen deiner Lieblingssender über das Bewerten von TV-Sendungen, das Beauskunften von Filmpreisen bis hin zur Erinnerungsfunktion ist alles dabei, was eine TV-Zeitschrift auch kann und darüber hinaus noch viel mehr. Die richtige Konfiguration vorausgesetzt, kann der TV-Browser sogar externe Programme starten, um die Aufnahme einer Sendung zu kontrollieren.

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Mein Tipp

Lass das Programm immer minimiert laufen und lasse dir immer nur mit Rechtsklick auf das System-Tray-Icon des TV-Browsers eine kurze Übersicht der laufenden Sendungen anzeigen. Auch hier gilt der Anspruch der Entwickler, dem Benutzer freie Wahl für die Konfiguration zu lassen.

Übrigens, bei all der freien Wahl und den vielen Einstellungsmöglichkeiten sind die Einstellungen sehr geordnet, übersichtlich und damit sehr benutzerfreundlich.

Schlussendlich viele Pluspunkte, die mich geradezu nötigten, den TV-Browser zu empfehlen. Daher viel Spaß damit! :-)

Voraussetzung: Java

Damit der TV-Browser läuft, muss auf dem Zielsytem Java installiert sein. Stelle daher sicher, dass du eine JRE (Java Runtime Environment, also eine Java-Laufzeitumgebung) installiert hast. Bei einigen Linux-Distributionen ist Java vielleicht bereits vorinstalliert. Ein Test auf der Konsole offenbart dir, ob Java installiert ist oder nicht:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_21"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_21-b06)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 17.0-b16, mixed mode, sharing)

Ist die Java-Frage geklärt, kann es auch schon losgehen: Herunterladen, installieren, starten, sich freuen (Installationsanweisungen siehe Webseite).

Achtung: Java ungleich Java

Bei Distributionen wie Fedora wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die übliche JRE von Oracle (ehemals von Sun Microsystems) mitgeliefert, sondern eine OpenSource-JRE. Das erkennst du, wenn du (sofern Java installiert ist) bei der Java-Prüfung ein der folgenden Ausgabe ähnliches Resultat erhälst:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_18"
OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.8) (fedora-36.b18.fc11-i386)
OpenJDK Client VM (build 14.0-b16, mixed mode)

Problem? Nein, nicht direkt. Die OpenSource-Variante kann fast alles, was man für Java-Anwendungen braucht. Aber eben doch nur fast.

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Alles funktioniert tippi toppi mit der JRE des OpenJDK. Bei der Nummer mit dem System-Tray jedoch werden möglicherweise die Labels zu den laufenden Sendungen nicht angezeigt. Was zurück bleibt, sind farbige Balken, denen man lediglich noch entnehmen kann, zu welchen Sendern sie gehören, aber keinesfalls, welche Filme gerade laufen.

"Lies dich schlau im Internet" half mir, die Erkenntnis zu gewinnen, dass dieses Phänomen der fehlerhaften Anzeige kein Bug im TV-Browser ist (wovon ich eine Zeit lang ausging), sondern dass es sich um einen Fehler in eben jenem OpenJDK handelt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Willst du den TV-Browser immer im vollen Fenster benutzen, mach dir über das OpenJDK keinen Kopf.
Möchtest du den TV-Browser hingegen minimiert betreiben und häufig das Rechtsklick-Menü im System-Tray in Anspruch nehmen, dann installier dir auf jeden Fall die "echte" JRE von Oracle.

http://www.tvbrowser.org/
21Sep/100

pyRenamer für Fedora 13

Nachdem ich nun Fedora 13 installiert und damit das bis dato bei mir installierte Fedora 11 endlich abgelöst habe, erschlug mich beinahe folgende Erkenntnis:

Kein pyRenamer für Fedora 13?

Augenscheinlich gibt es das Paket "pyrenamer" in den Repositories für Fedora 13 (noch?) nicht. Entweder hat sich darum niemand gekümmert oder es sollte einfach aus den Repositories verschwinden. Warum auch immer - ich finde es schade, denn ich mag den pyRenamer wirklich gern wegen seines praktischen Nutzens für mich.

Zum Glück wurde ich jedoch im Fedora-Forum fündig, in dem es hieß, der pyRenamer funktioniere auch, wenn man einfach eine ältere Version für z.B. Fedora 12 installiert.

Gesagt. Getan. Und siehe da: Der pyRenamer läuft. Alles wunderbar. :-)

20Sep/100

Fedora 13 endlich installiert

Nachdem ich mir aus in diesem Artikel genannten Gründen eine neue Festplatte gekauft habe, schaffte ich es vor wenigen Tagen endlich, Fedora 13 zu installieren.

Neben den Festplattenproblemen hatte ich auch noch Probleme mit der gebrannten Live-CD, wie ich feststellen musste. Den Brenn- und Installationsvorgang musste ich daher wiederholen, da sich auf dem CD-Rohling ein Fehler einschlich. Zur Sicherheit brannte ich sie dann nicht mehr mit maximaler Brenngeschwindigkeit, was schließlich auch zum Erfolg führte.

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Der auf dem Bildschirmfoto (ja, das kann man wohl wörtlich nehmen) erkennbare Installationsfehler trat mit der neu gebrannten Live-CD fortan nicht mehr auf.

Damit sage ich "Lebe wohl" zur Version 11 und "Herzlich willkommen" zur Version 13.

Um mein Urteil zur aktuellen Version kurz zu machen:
Man spürt duchaus einige Veränderungen im Gegensatz zu Fedora 11, darunter die überarbeiteten Bildschirmeinstellungen oder die neuen Farbprofile. Auch die anderen, erhältlichen Pakete der Softwareprogrammierer außerhalb der Fedora-Community haben sich weiterentwickelt, wie zum Beispiel die nautlius-actions.

Um mein Urteil noch kürzer zu machen:
I like it.

In diesem Sinne - ich wünsche mir viel Spaß mit F13, wenngleich auch bald schon die 14er Version released wird.

8Sep/100

Fedora auf neueste Version aktualisieren

Wenn du noch auf einer älteren Fedora-Version sitzt, zeige ich dir hier, wie du deinem System ein Update verpassen kannst ohne die Notwendigkeit einer kompletten Neuinstallation. Dadurch bleibt dir erspart, dass deine Daten gelöscht würden.

Eine Sache möchte ich dennoch unbedingt voraus stellen: Egal, wie zuverlässig der Update-Vorgang auch sein mag. Ich empfehle dir grundsätzlich, eine Sicherung deiner wichtigsten Daten zu machen. Kopiere zum Beispiel dein Benutzerverzeichnis aus /home auf eine externe Festplatte oder brenne es auf DVD oder sonstwohin. Das Gleiche tust du mit anderen Verzeichnissen, von denen du weißt, dass sie wichtige Dateien enthalten, die du unbedingt noch brauchst. In der Regel sollte das Home-Verzeichnis für ein Backup genügen.
Warum du das machen solltest, wenn das Update doch so gut funktioniert? Das verrate ich dir weiter unten.

1. Update-Programm starten

Rufe das Programm preupgrade auf. Über das Terminal oder auch über "Anwendung ausführen" kannst du es starten.

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

2. Los geht's

Folge jetzt nur noch den Anweisungen des Programms. (Ich denke, es ist selbstverständlich, dass du während der ganzen Prozedur online sein solltest.)

Screenshot: preupgrade

Screenshot: preupgrade

3. Version auswählen

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Mit Klick auf die Checkbox erhälst du auch die Möglichkeit, das aktuelle Test-Release der nächsten Fedora-Version zu installieren. Achtung, damit sollte man vorsichtig sein, da Testversionen bekanntlich noch in der Entwicklungsphase stecken und evtl. fehlerhaft sein können.

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

4. Warten

Anschließend geht's auch schon in die Vollen.

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Das könnte jetzt noch einen Moment dauern, während preupgrade diverse Informationen sammelt und letzten Endes die Programmpakete herunterlädt.

5. Neustart und nochmal warten

Ist der Vorgang beendet, muss noch dein Rechner neu hochgefahren werden. Nun beginnt der eigentliche Installationsvorgang der Fedora-Aktualisierung. Dieser geht ähnlich unkompliziert von Statten wie das Pre-Upgrade.

Ist alles überstanden, kannst du ein neues Fedora dein eigen nennen.

Zum Glück...

...hatte ich ein Backup angefertigt. Während des Installationsvorgangs im Anschluss des PC-Neustarts brach die Verarbeitung mit einem "Fatal Error" ab. War natürlich doof so mittendrin.

Resultat des Ganzen: Fedora war futsch, beim Booten des Rechners hängte sich Fedora einfach auf. Mir blieb mit meinen N00b-Kenntnissen leider nicht die Möglichkeit, da etwas zu zaubern. Also fühle dich bitte ermutigt, ein Backup zu machen, bevor du ein Systemupdate durchführst.

Und wo lag jetzt das Problem?

Nun, meine Festplatte -das wusste ich auch schon lange- hat diverse Sektorenfehler. Diese hatte sie bereits damals, als ich Fedora installiert habe (die Festplatte ist ja auch schon eine alte Dame mit ihren ca. 6 Jahren und einer stetig hohen Auslastung über den gesamten Zeitraum, deshalb nehme ich ihr das ganz sicher nicht böse).
Ich ignorierte jedoch die Sektorenfehler und installierte dennoch die seinerzeit aktuelle Version Fedora 11. Bis heute verdrängte ich die Gedanken daran immer mehr ins Hinterstübchen, wo sie langsam einzustauben begannen.

Die Installation von Fedora 11 schien sich an den Sektorenfehlern nicht zu stören und so hatte ich nie Probleme damit. Aber bei der Aktualisierung auf Fedora 13 stieß die ganze Sache wohl doch noch sauer auf.

Wenn du dich jetzt fragst, ob nicht vielleicht auch der Sprung von gleich 2 Versionen (F11 auf F13) der Grund für den "Fatal Error" sein könnte, tendiere ich eher dazu, dies zu verneinen. Denn der dem Update gefolgte Versuch, das System tatsächlich komplett neu zu installieren, also mein geliebtes F11 dabei zu plätten, schlug ebenso fehl. Diesmal erhielt ich von der Installationsroutine sogar noch die Bestätigung, der Fehler könnte am Medium liegen.

Unter'm Strich lege ich das nun unter "Erfahrungen" ab und werde mir gezwungenermaßen eine neue Festplatte kaufen müssen, daran führt kein Weg vorbei (und bis dahin werde ich wohl erstmal keine neuen Blog-Artikel schreiben...).

Daher als Schlusssatz nochmals der eindringliche Merksatz: Vor einem Update erstelle stets Sicherungskopien deiner Daten.