linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

24Mrz/112

Firefox 4 mit Verschlimmbesserungen

Bis einschließlich Firefox 3.6 konnte ich stets behaupten: Ich mag den Feuerfuchs so, wie er ist.

Mit dem Sprung zur 4. Version des Mozilla-Browsers hat sich in Firefox so manches geändert. Sicherlich vieles zum Guten, aber auch einiges zum Schlechten. Wenn nicht das, dann zumindest zur Verwunderung des Benutzers.

Und das mag ich teilweise nicht.

Statusleiste verschwunden

Mit der neuen Version ist zum Beispiel die Statusleiste abhanden gekommen. Stattdessen erfreut sich der Benutzer nun der neuen Add-on-Leiste, die eben nicht mehr die gewohnten Informationen anzeigt wie beispielsweise:

  • Ladebalken beim Aufrufen von Webseiten
  • Anzeigen des Linkziels beim Herüberfahren mit dem Mauszeiger über eine Verlinkung
  • und natürlich den aktuellen Status, z.B. "Fertig" für "Seite fertig geladen"

Verlinkung-Popup in Firefox 4

Der Ladebalken ist weniger mein Problem, aber insbesondere Zweites empfinde ich als nervig, da nun das Ziel eines Links in einem kleinen Popup in der linken unteren Ecke des Browser-Fensters erscheint. Das ist weitaus auffälliger und damit für mich störender als einfach die URL des Links, über dem sich der Mauscursor befindet, ganz dezent in der Statusleiste anzuzeigen, wie es immer schon war.

In diesem Falle hilft zum Glück das Addon "Status-4-Evar", welches noch weitere nützliche Einstellungsmöglichkeiten mitliefert.

Sitzung beim Schließen manuell speichern

Firefox: Sitzung beim Schließen speichern

Auch das Verhalten von Firefox hat sich mit dem Update geändert. Ich hatte zum Beispiel den Browser in der vorigen Version wie folgt konfiguriert:
Beim Schließen des Browsers mit mehreren offenen Tabs wurde ich von Firefox gefragt, ob die aktuelle Sitzung gespeichert werden soll. Nach dem Update auf die Version 4 ging diese Konfiguration verloren. Im Gegenzug wurde ich zwar gewarnt, dass ich gerade den Browser mit mehreren offenen Tabs schließen wolle, aber die Warnung alleine interessiert mich nicht (abgesehen davon hatte ich die Warnung in der Vorgängerversion deaktiviert).
Was ich genauso wenig möchte, ist die Einstellung, dass Firefox mit jedem Browser-Neustart die letzte Sitzung mit den offenen Tabs wieder herstellt. Das brauche ich nur manchmal, aber gewiss nicht immer. Deshalb verwende ich die genannte Funktion so gerne, die mich selbst entscheiden lässt, ob ich die offenen Tabs speichern oder einfach verwerfen und schließen möchte.

Auch in diesem Falle gibt es glücklicherweise eine Lösung, die allerdings die Änderung eines Eintrags in about:config erfordert. Suche dort nach der Einstellung browser.showQuitWarning und setze sie auf true, ein Doppelklick auf die entsprechende Zeile mit der Einstellung sollte genügen.

Hilft das nicht, so scheint irgendetwas anderes kaputt zu sein.

Fazit

Prinzipiell finde ich gut, sich im heiß umkämpften Browsermarkt einige Konzepte und Ideen anderer, erfolgreicher Browser anzueignen. Jedoch sollte man dann den Benutzer bei Änderungen von Funktionalität, Bedienbarkeit oder einfach nur vom Aussehen nicht vor vollendete Tatsachen stellen, sondern ihm den Freiraum bieten, selbst darüber zu entscheiden, ob er die Änderung annimmt oder eben nicht.

Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass Auswahlmöglichkeiten dieser Art eine Software unnötig aufblähen können. Man kann es eben nicht jedem Recht machen.
Zu einigen Änderungen muss man als Software-Hersteller scheinbar einfach mal Mut bekennen und die Sache durchziehen. Auch auf die Gefahr hin, jemandem wie mir damit keinen Gefallen zu tun.

Epilog

Ich persönlich empfand die genannten Änderungen (nagut, sagen wir mal die eine mit der Statusleiste) im Firefox der Version 4 zumindest als störend oder gar lästig. Nicht zuletzt, weil ich mir einen Kopf habe machen müssen, jene Anpassungen vorzunehmen, die meinen Vorlieben im Umgang mit dem Browser entsprechen. (Was schon mal doof ist, weil im Vorhinein bereits alles meinen Wunschvorstellungen gerecht werden konnte.) Obendrein veranlasst mich das Ganze, diesen Artikel zu schreiben, was ja gewissermaßen (unbezahlte) Arbeit ist. Aber hierfür trage ich wohl ausnahmsweise mal ganz alleine die Schuld. ;-)

Nach all dem Gemeckere möchte ich dennoch festhalten, dass ich Firefox für eine tolle Software halte. Nicht umsonst ist und bleibt vorerst Firefox meine erste Wahl in Sachen Webbrowser.

Firefox
22Mrz/110

Chromium für Fedora

In den Standard-Repositories von Fedora ist der Chromium-Browser nicht enthalten. Du kannst ihn stattdessen wie folgt installieren.

Begieb dich auf die Repositories-Seite von Fedora People und lade dir die repo-Datei für den Chromium-Browser herunter. Speichere die Datei zum Beispiel auf deinem Desktop.

1. Repo hinzufügen

Öffne nun ein Terminal und gib Folgendes ein:

[arvid@c64 ~]$ cd /etc/yum.repos.d/
[arvid@c64 yum.repos.d]$ sudo cp ~/Desktop/fedora-chromium.repo ./

Damit gelangst du zunächst in das Verzeichnis, in dem alle von yum registrierten Repositories liegen (also alle für deinen Rechner erfassten Quellen, von denen aus du Programme beziehen und installieren kannst). Anschließend kopierst du die repo-Datei, die du zum Installieren von Chromium benötigst, in dieses Verzeichnis.

Ohne Verzeichniswechsel

Alternativ kannst du natürlich auch auf den Wechsel in das genannte Repository-Verzeichnis verzichten und den Kopiervorgang direkt vor Ort und Stelle ausführen und dabei die Zielverzeichnisse entsprechend direkt angeben. Also Terminal öffnen und eingeben:

[arvid@c64 ~]$ sudo cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Befehl sudo nicht möglich?

Obacht, der sudo-Befehl klappt natürlich nur, wenn dein System-Benutzer entsprechend in der Datei /etc/sudoers aufgeführt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann probiere folgende Eingaben:

[arvid@c64 ~]$ su
Passwort: [hier das Passwort des root-Users eingeben]
[root@c64 arvid]# cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Du hast dir damit root-Zugang verschafft, in dem du dich als selbiger angemeldet hast und anschließend kopierst du, wie oben schon beschrieben, die repo-Datei in das nötige Zielverzeichnis.

2. Chromium installieren

Chromium Browser in Fedora installieren

Dem Paket-Installer ist das Repository (also die Paketquelle) für den Chromium-Browser jetzt bekannt. Du kannst ihn installieren, wie jedes andere gängige Programm auch.

Starte das Programm gpk-application über das Menü unter System > Administration > Software hinzufügen/entfernen und gib im Suchfeld "chromium" ein. Kurz warten, Häkchen setzen und "Anwenden" klicken, installieren lassen. Fertig.

20Mrz/110

Tastenkürzel im Nautilus

Gnomes Standard-Dateimanager Nautilus bietet einige nützliche Shortcuts.

Es folgen die von mir am häufigsten verwendeten Nautlius-Tastenkombinationen. Es sind bei Weitem nicht alle Tastaturkürzel aufgezählt, aber zumindest einige recht praktische, die dir als Linux-Noob vielleicht doch noch eine Hilfe sein können.

Verborgene Dateien anzeigen

Um versteckte Dateien und Verzeichnisse (jene mit einem Punkt im Namen beginnend) sichtbar zu machen, ist lediglich die Tastenkombination Strg+H (bzw. Ctrl+H) zu betätigen. Zum Verstecken der nun angezeigten Dateien muss erneut Strg+H gedrückt werden.

Verzeichnisse anlegen

Zum Anlegen eines Unterverzeichnisses im derzeit geöffneten Verzeichnis sind die Tasten Strg+Umschalt+N (bzw. Ctrl+Shift+N) zu drücken. Nur noch den Verzeichnisnamen eingeben, fertig.

Navigieren

In das in der Verzeichnishierarchie höher gelegene Verzeichnis gelangst du mit Alt+PfeiltasteHoch (bzw. Alt+Up). In das zuletzt angesehene Verzeichnis kommst du mit der Tastenkombination Alt+PfeiltasteLinks (bzw. Alt+Left), wieder nach vorne navigieren kann man mit Alt+PfeiltasteRechts (bzw. Alt+Right).

Dateien und Verzeichnisse nach Namen auswählen

Sind dir die Namen deiner Verzeichnisse und Dateien bekannt, kannst du direkt die ersten Buchstaben der entsprechenden Namen eintippen, einfach so und ohne zusätzliche Shortcuts. Die Dateien und Verzeichnisse, auf welche die von dir eingegebenen Anfangsbuchstaben passen, kannst du nun mit den Pfeiltasten Hoch und Runter (bzw. Up/Down) auswählen. Die übrigen Dateien werden damit bei der Auswahl ignoriert, diese Einschränkung kann durch Drücken der Escape-Taste wieder aufgehoben werden.

Splitscreen benutzen

Um dem Nautlius einen Hauch von Nortan Commander und Co. zu verleihen und eine zweispaltige Ansicht zu aktivieren, ist schlicht die Taste F3 zu drücken. Zwischen den beiden Spalten kann neben der Verwendung der Maus mit F6 hin und her gewechselt werden.

Dateien endgültig löschen

Für sofortiges Löschen von Dateien (Papierkorb wird umgangen) ist nach Markieren der entsprechenden Dateien die Tastenkombination Umschalt+Entf (bzw. Shift+Del) zu betätigen. Achtung, die gelöschten Dateien landen nicht im Papierkorb! Benutzung auf eigene Verantwortung.

Dateien umbenennen

Einer der Klassiker, die auch im Dateiexplorer von Microsoft Windows auf diese Weise funktionieren, ist das Umbennen von Verzeichnissen und Dateien, dies erreichst du durch Drücken der Taste F2.

Eigenschaften anzeigen

Um dir von markierten Dateien und Verzeichnissen die Eigenschaften anzeigen zu lassen, musst du (wenn du gerade keine Lust auf einen Rechtsklick mit deiner Maus hast) Alt+Eingabe (bzw. Alt+Enter) drücken.

18Mrz/110

Farbschemen in gedit einbinden

Neben den vorinstallierten Farbprofilen für Code-Highlighting in gedit lassen sich weitere Farbprofile installieren. Diese, wie sie eigentlich genannt werden, Style Schemes sind nichts weiter als XML-Dateien und lassen sich entsprechend einfach in gedit einbinden.

Style Schemes installieren

Nach Herunterladen der entsprechenden XML-Datei für dein favorisiertes Farbschema kopierst du die XML-Datei in folgendes Unterverzeichnis in deinem Home-Verzeichnis:

~/.local/share/gtksourceview-2.0/styles

Einen Neustart von gedit vorausgesetzt, kannst du nun im Menü unter "Bearbeiten" > "Einstellungen" im Reiter "Schrift und Farben" dein neues Farbschema auswählen.

Style Schemes editieren

Da XML-Dateien mit einfachen Texteditoren (wie z.B. gedit ;-) editiert werden können, kannst du Farbschemen, die du auf diese Weise in gedit einbindest, spielend einfach bearbeiten. Damit kannst du die Farben für das Syntax Highlighting nach eigenem Belieben anpassen.

Screenshot von gedit mit Farbschema "Dueddel"

Mein eigenes Farbschema

Ich habe mir von der oben verlinkten Liste mit den downloadbaren Style Schemes den "Vibrant"-Style zu Herzen genommen, weil mir dieser am besten gefiel, allerdings habe ich ihn ein klein wenig editiert. Hier kannst du meine Version des Vibrant-Styles herunterladen.

~/.local/share/gtksourceview-2.0/style

17Mrz/110

Plugins in gedit einbinden

Dem geneigten Gnome-User dürfte der Texteditor gedit nicht gerade fremd sein. Um gedit ein wenig zu pimpen, lassen sich Plugins installieren, gedit bringt dafür bereits von Haus aus einige nützliche Plugins mit. Diese und weitere kannst du auf der Plugin-Seite von gedit einsehen.

Aber wie installiert man diese Plugins, die nicht Teil der Standardinstallation von gedit sind?
Das ist glücklicherweise einfach erklärt:

  1. Plugin(s) herunterladen
  2. Plugin(s) im Home-Verzeichnis ins entsprechende Unterverzeichnis kopieren
  3. Plugin(s) in gedit aktivieren

Fertig.

1. Plugins herunterladen

Von der genannten Plugin-Seite (Link siehe oben) kannst du nach einigem Herumstöbern die von dir gewünschten Plugins beziehen. Welche dir gefallen, solltest du wie jeder andere auch am besten selbst entscheiden. Ich persönlich mag das trailsave-Plugin, welches beim Speichern automatisch sämtliche überflüssige Whitespaces aus der Datei entfernt (also z.B. Leerzeichen und Tabs am Ende einer Zeile), darüber hinaus finde ich auch das Smart Highlighting-Plugin sehr praktisch, bei welchem durch Markieren eines Wortes sämtliche Vorkommen des selben Wortes in der geöffneten Datei hervorgehoben werden.

Wie auch immer - wichtig ist, dass das heruntergeladene Plugin zwei Bestandteile aufweist:

  1. eine Datei <pluginname>.gedit-plugin
  2. sowie eine Datei <pluginname>.py oder stattdessen ein Verzeichnis <pluginname>/

2. Plugins installieren

Die heruntergeladenen Plugin-Dateien sind in dein Homeverzeichnis zu kopieren, genauer gesagt nach:

~/.gnome2/gedit/plugins

Bei mir ist das z.B. das Verzeichnis /home/arvid/.gnome2/gedit/plugins.

3. Plugins aktivieren

Plugins-Einstellungen in gedit

Zu guter Letzt ist gedit neu zu starten und im Menü unter "Bearbeiten" > "Einstellungen" im Reiter "PLugins" das installierte Plugin zu aktiveren.

15Mrz/110

Videoplayer in Youtube mit lila Overlay

Eine ungünstige Kombination von installierter Flash-Version, einer Änderung auf Youtube und der eigenen Grafikkarte scheint laut Angabe des Linux-Blogs "Web Update" die Ursache für eine fehlerhafte Darstellung der Videos auf Youtube zu sein. Videos auf Youtube werden von einer Art lila farbenem Schleier bedeckt.
Hier findest du die entsprechende Bug-Meldung zum Adobe Flash Player. Ich selbst war auch davon betroffen - über das gesamte Video zog sich eine nicht sehr ansehnliche Schicht Magenta.

Flash-Einstellungen für Hardware Beschleunigung

Bei mir ließ sich der Anzeigefehler, wie im Web-Upd8-Artikel beschrieben, einfach durch Deaktiveren der Hardware-Beschleunigung im Flash beheben.

Es sei erwähnt, dass häufig davon die Rede zu sein scheint, es handele sich bei den Betroffenen zumeinst um Ubuntu-Benutzer, aber dem ist augenscheinlich nicht so - Ich benutze nach wie vor Fedora und hatte das gleiche Problem. Vermutlich liegt die Ursache solcher Meldung einfach an der Vielzahl der Ubuntu-Benutzer (ist ja auch zweifelsohne eine sehr gute Distribution).

25Sep/100

Immer auf dem Laufenden mit TV-Browser

TV-Zeitschriften (TV Movie und Co.) sind etwas Feines. TV-Programmübersichten im Internet (tvtv.de und Co.) sind noch feiner. Das Feinste ist jedoch der TV-Browser.

Mit ihm hat man nicht nur eine Programmübersicht, mit ihm hat man die volle Kontrolle über selbige. Außerdem ist der TV-Browser unglaublich umfangreich mit Sendern und Plugins ausgestattet. Die Statistiken sprechen dabei für sich (siehe Startseite der TV-Browser Homepage).

Wow, was der alles kann...!

Screenshot: TV-Browser

Screenshot: TV-Browser

Der TV-Browser ist absolut frei konfigurierbar, unzählige Einstellungsmöglichkeiten erfüllen -das TV-Programm betreffend- jeden erdenklichen Wunsch. Vom Anzeigen deiner Lieblingssender über das Bewerten von TV-Sendungen, das Beauskunften von Filmpreisen bis hin zur Erinnerungsfunktion ist alles dabei, was eine TV-Zeitschrift auch kann und darüber hinaus noch viel mehr. Die richtige Konfiguration vorausgesetzt, kann der TV-Browser sogar externe Programme starten, um die Aufnahme einer Sendung zu kontrollieren.

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Mein Tipp

Lass das Programm immer minimiert laufen und lasse dir immer nur mit Rechtsklick auf das System-Tray-Icon des TV-Browsers eine kurze Übersicht der laufenden Sendungen anzeigen. Auch hier gilt der Anspruch der Entwickler, dem Benutzer freie Wahl für die Konfiguration zu lassen.

Übrigens, bei all der freien Wahl und den vielen Einstellungsmöglichkeiten sind die Einstellungen sehr geordnet, übersichtlich und damit sehr benutzerfreundlich.

Schlussendlich viele Pluspunkte, die mich geradezu nötigten, den TV-Browser zu empfehlen. Daher viel Spaß damit! :-)

Voraussetzung: Java

Damit der TV-Browser läuft, muss auf dem Zielsytem Java installiert sein. Stelle daher sicher, dass du eine JRE (Java Runtime Environment, also eine Java-Laufzeitumgebung) installiert hast. Bei einigen Linux-Distributionen ist Java vielleicht bereits vorinstalliert. Ein Test auf der Konsole offenbart dir, ob Java installiert ist oder nicht:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_21"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_21-b06)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 17.0-b16, mixed mode, sharing)

Ist die Java-Frage geklärt, kann es auch schon losgehen: Herunterladen, installieren, starten, sich freuen (Installationsanweisungen siehe Webseite).

Achtung: Java ungleich Java

Bei Distributionen wie Fedora wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die übliche JRE von Oracle (ehemals von Sun Microsystems) mitgeliefert, sondern eine OpenSource-JRE. Das erkennst du, wenn du (sofern Java installiert ist) bei der Java-Prüfung ein der folgenden Ausgabe ähnliches Resultat erhälst:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_18"
OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.8) (fedora-36.b18.fc11-i386)
OpenJDK Client VM (build 14.0-b16, mixed mode)

Problem? Nein, nicht direkt. Die OpenSource-Variante kann fast alles, was man für Java-Anwendungen braucht. Aber eben doch nur fast.

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Alles funktioniert tippi toppi mit der JRE des OpenJDK. Bei der Nummer mit dem System-Tray jedoch werden möglicherweise die Labels zu den laufenden Sendungen nicht angezeigt. Was zurück bleibt, sind farbige Balken, denen man lediglich noch entnehmen kann, zu welchen Sendern sie gehören, aber keinesfalls, welche Filme gerade laufen.

"Lies dich schlau im Internet" half mir, die Erkenntnis zu gewinnen, dass dieses Phänomen der fehlerhaften Anzeige kein Bug im TV-Browser ist (wovon ich eine Zeit lang ausging), sondern dass es sich um einen Fehler in eben jenem OpenJDK handelt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Willst du den TV-Browser immer im vollen Fenster benutzen, mach dir über das OpenJDK keinen Kopf.
Möchtest du den TV-Browser hingegen minimiert betreiben und häufig das Rechtsklick-Menü im System-Tray in Anspruch nehmen, dann installier dir auf jeden Fall die "echte" JRE von Oracle.

http://www.tvbrowser.org/
21Sep/100

pyRenamer für Fedora 13

Nachdem ich nun Fedora 13 installiert und damit das bis dato bei mir installierte Fedora 11 endlich abgelöst habe, erschlug mich beinahe folgende Erkenntnis:

Kein pyRenamer für Fedora 13?

Augenscheinlich gibt es das Paket "pyrenamer" in den Repositories für Fedora 13 (noch?) nicht. Entweder hat sich darum niemand gekümmert oder es sollte einfach aus den Repositories verschwinden. Warum auch immer - ich finde es schade, denn ich mag den pyRenamer wirklich gern wegen seines praktischen Nutzens für mich.

Zum Glück wurde ich jedoch im Fedora-Forum fündig, in dem es hieß, der pyRenamer funktioniere auch, wenn man einfach eine ältere Version für z.B. Fedora 12 installiert.

Gesagt. Getan. Und siehe da: Der pyRenamer läuft. Alles wunderbar. :-)

6Sep/100

Browserkennung im Firefox ändern

Webserver sind in der Lage, einige Daten deines Systems zu ermitteln. Diese schickt dein Feuerfuchs nämlich ganz freizügig an die Server der Webseiten, die du ansteuerst. Es sind nicht viele Infos, die dein Browser sendet, aber ausreichenden Aufschluss über dein System können sie geben. Zur Browserkennung gehören natürlich die Art und Version des Browsers, aber auch Informationen zu deinem Betriebssystem. Beispiele dafür können sein:

Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de; rv:1.9.1.9) Gecko/20100330 Fedora/3.5.9-1.fc11 Firefox/3.5.9
Mozilla/5.0 (Macintosh; U; Intel Mac OS X 10.6; de; rv:1.9.2.8) Gecko/20100722 Firefox/3.6.8

Unschwer erkennbar sind unter Anderem die Distribution ("Fedora", auch die Version "fc11") und sogar Hinweise auf die Systemarchitektur (siehe in der Klammer: "Linux i686", also ein Prozessor der x86-Reihe von Intel).

Weshalb denn überhaupt ändern?

Sind das Dinge, die einer Webseite bekannt sein sollten, nur um etwas HTML auszuspucken?

Es obliegt einzig dem Willen der Webseitenprogrammierer, was die entsprechenden Webserver mit diesen Erkenntnissen über dein System anfangen.

  • Steigerung des Komfort
    • Ausnutzen browserspezifischer Möglichkeiten für bessere Interaktion mit der Webseite
    • Websurfen kann dadurch angenehmer werden und mehr Spaß machen
    • jawoll, das finden wir total gut
  • statistische Erhebungen
    • Ermitteln der User-Anazhl, welche Firefox, Opera und Co. verwenden oder Linux, MacOS, Windows, etc.
    • du wirst ungefragt Teil einer Statistik
    • hmm naja, das finden wir solala, aber ist nicht so sehr schlimm
  • böswillige Absichten
    • Auswählen einer bekannten Sicherheitslücke, die evtl. auf deine Systemkonfiguration passen könnte
    • Ausnutzen dieser Lücke für einen digitalen Angriff auf deinen Rechner (welcher Art dieser Angriff auch immer sein möge)
    • au Backe, das finden jetzt aber wir wirklich doof
  • und so weiter ...

Die Preisgabe deiner Systeminformationen kann dich unter Umständen und mit einer Extraportion Pech zur Zielscheibe für Cyberattacken (geiles Wort ;-)) machen. Es liegt also auf der Hand, zumindest keine sicherheitsrelevanten Informationen offenbaren zu wollen. Die Angaben deiner Browserkennung müssen geändert werden, damit kein Webserver dieser Welt mehr zu erkennen in der Lage ist, welches Betriebssystem und dergleichen du nutzt.

Und wie ändert man das?

Bevor ich mich selbst noch in Worten verliere (eh schon zu spät), die ohnehin bereits zu Hauf im WWW verfügbar sind, hier ein paar Links, bei denen du die Antwort auf jene Frage erhälst:

Zwischen Sicherheit und Benutzbarkeit

Kleiner Tipp: Wenn du deine Browserkennung verschleierst, vermeide es besser, Werte jenseits der echten Browserkennungen zu nehmen. Also keine Fantasienamen, sondern wenigstens einen Teil der echten Kennung, zum Beispiel nur den Wert:

Mozilla/5.0

Du möchtest lieber "blabla" eintragen? Warum also Mozilla angeben?

Ganz einfach:
Einige Webseiten nehmen bei unbekannten Browserkennungen schlicht an, es handele sich um ein mobiles Gerät (Handy oder Ähnliches). Daraufhin wählen sie eine andere Darstellung, die auf diese Mobilgeräte-Browser optimiert ist (kleine Schriften, weniger lange Texte etc.).
Das ist dann zwar für dich eine sehr sicherheitsorientierte Einstellung, weil niemand mehr auch nur im Ansatz deinen Browser ermitteln kann, aber das macht andererseits die Benutzung jener Webseiten nur bedingt angenehm auf einem großen Monitor.

Als Beispiel kann ich AlltheWeb.com nennen. Probiere es mal aus. Ändere deine Browserkennung (wie in obigen Links beschrieben) auf eine unbekannte Kennung (nimm einfach deinen Namen oder besagtes "blabla") und besuche AlltheWeb. Probiere es anschließend erneut mit der Kennung Mozilla/5.0 aus. Der Unterscheid wird dir sicher auffallen.

Deshalb empfehle ich wieder ein Stückchen in Richtung Benutzbarkeit zu rutschen. Und mal unter uns Pastorentöchtern: eine sicherheitsrelevante Einschränkung ist das wirklich nicht. Du musst nichts Schlimmes dadurch fürchten. Denn sehr viele Browser verwenden Mozilla/5.0 als Präfix für ihre Browserkennung.
Das heißt übrigens nicht, dass die alle etwas mit Mozilla zu tun haben, es geht dabei um eine Kompatibilitätsfrage, wobei diese Angabe in modernen Browsern eher nur noch historische Gründe hat und nicht mehr verwendet wird. Infos gibt's auf User Agent String.Com.

Jemand anderes sein

Du kannst auch ganz frech sein und dir eine Browserkennung zulegen, die so überhaupt gar nicht auf dein System passt.

Mozilla/5.0 (compatible; MSIE 9.0; Windows NT 6.1; Win64; x64; Trident/5.0; .NET CLR 2.0.50727; SLCC2; .NET CLR 3.5.30729; .NET CLR 3.0.30729; Media Center PC 6.0; Zune 4.0; Tablet PC 2.0; InfoPath.3; .NET4.0C; .NET4.0E)

Das liegt nun ganz bei dir. :-)

10Aug/100

PDF-Dateien bearbeiten mit PDF Chain

Du hast mehrere PDF-Dateien und möchtest diese zu einer einzigen Datei zusammenführen? Oder du möchtest ein mehrseitiges Dokument aufteilen in viele kleine PDF-Dateien?

Dazu und zu etwas mehr noch ist das Tool PDF Chain (Paketname: pdfchain) in der Lage. Einfach, schlicht und funktionell: Just good.

8Aug/100

LaTeX-Editor Texmaker

Du arbeitest an Dokumentationen für Studium/Schule/Arbeit? Du machst das mit TeX/LaTeX und suchst noch einen guten LaTeX-Editor?

Ich empfehle dir hierfür meinen Lieblings-Editor Texmaker. Im Gegensatz zu einigen anderen LaTeX-Editoren ist dieser sehr einfach bedienbar (keine sprichwörtlichen tausend Knöpfe zum drücken) und beherrscht trotzdem alles Nötige, um mit tex-Dokumenten arbeiten zu können (bis hin zu Autocode-Vervollständigung ist im Grunde alles dabei, siehe auch Feature-Liste auf der Homepage).

Ich mag den Texmaker jedenfalls sehr gerne! Einfache Shortcuts zum "Texen" erleichtern die Arbeit (Taste [F6] zum Erzeugen einer PDF-Datei aus den tex-Sourcen und Taste [F7] zum Ansehen der Datei im System-Standard-PDF-Viewer). Der Texmaker lässt sich -das sei am Rande erwähnt- auf jedem gängigen Betriebssystem installieren.

5Aug/100

Viele Dateien auf einmal umbenennen mit pyRenamer

Hunderte von Dateien, die du umbenennen möchtest? Aber um Gottes Willen nicht einzeln, sondern in einer Art Batch-Verarbeitung?

Kein Problem! Nimm einfach den pyRenamer. Mit diesem Tool ist das gleichzeitige Umbenennen vieler Dateien möglich. Die Bedienung ist im Übrigen sehr einfach, deshalb schreibe ich dazu mal nichts weiter.

Zwei kleine Anwendungsbeispiele

Fotos von deiner Foto-Kamera kopiert, aber dir gefallen die automatisch gesetzten Dateinamen wie "p4200019.jpg" einfach nicht.
Du wünscht dir stattdessen Bezeichnungen wie "urlaub-ruegen-2010-001", "urlaub-ruegen-2010-002" etc. oder statt einer Durchnummerierung gar zufällige Zahlen.

Oder aber du bist Programmierer und in deinem Projekt gilt es, eine Vielzahl von Log-Dateien zur automatisierten Verarbeitung umzubenennen, weil der Log-Analyzer ein bestimmtes Dateinamenformat ewartet (warum auch immer er das sollte... aber das ist ja nur ein Beispiel)?

Der pyRenamer macht's möglich.

4Aug/100

Reihenfolge der Konten in Thunderbird ändern

Wenn du Thunderbird benutzt und mehrere eMail-Konten dein Eigen nennst, dann könnte es vielleicht auch sein, dass jene Konten im Donnervogel in einer nicht gewünschten Reihenfolge angezeigt werden. Es gibt einen Weg, die Reihenfolge zu ändern. Diesen möchte ich dir aufzeigen:

Erster Anlaufpunkt für dich sollte diese Seite sein: http://kb.mozillazine.org/Account_order. Dort wird dir eine Thunderbird-Extension offenbart, die deinen Wunsch zu erfüllen in der Lage sein soll.
Ich habe die Extension nicht ausprobiert, sondern mich für die zweite Variante entschieden, von der auf der Seite die Rede ist: das Anpassen der Datei prefs.js. Ohne an dieser Stelle große Worte darüber zu verlieren, was genau an prefs.js editiert werden muss, verweise ich dich lieber mal an eine bessere Informationsquelle.

Lies dir dieses Forumsthema durch: http://forums.mozillazine.org/viewtopic.php?t=56225. Solltest du dabei auf Probleme stoßen, könnte dir jenes Thema helfen: http://forums.mozillazine.org/viewtopic.php?p=544764.

Die Datei prefs.js -solltest du keinen Schimmer haben, wo sie ist- befindet sich im Verzeichnis des verwendeten Thunderbird-Profils. Unter Linux war das bei mir zum Beispiel:

/home/arvid/.thunderbird/<profilname>/prefs.js

Wenn du den Profilnamen nicht selbst schon längst in Eigenarbeit umbenannt hast oder Ähnliches, dann sieht der Name des Verzeichnisses <profilname> ungefähr so aus:
d6yv24g1.default
Also: <kauderwelsch-ähnliche-profilbezeichnung>.default, wobei der erste Teil von Nutzer zu Nutzer stark variieren kann.

Einfach mal schauen, welche Zeichenkombination für das Verzeichnis deines Thunderbird-Profils zutrifft.

Öffne die Datei prefs.js ganz easy-peasy mit einem Texteditor deiner Wahl und bearbeite sie nach Belieben. Achtung, dabei nichts kaputt machen. Lege besser noch eine Sicherheitskopie an, wenn du dir unschlüssig bist, was du da genau tust!