linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

16Okt/110

Systemboot hängt bei „jexec“

Neulich habe ich für mein zugegebenerweise nicht mehr ganz aktuelles Fedora 14 einige Systemdateien aktualisiert (also unter System > Administration > Software-Aktualisierungen), darunter auch den kernel. Allerdings habe ich das Update nicht für alle Pakete durchgeführt, für die eine Aktualisierung zur Verfügung stand. Wegen des kernel-Updates musste ich meinen Rechner neu starten. Unglücklicherweise wollte dieser dann nicht komplett hochfahren. Beim Punkt "starting jexec services", zu dem kein [OK] ausgegeben wurde, hing sich der Bootvorgang auf und damit erreichte ich nicht mal mehr den Login-Screen. Auch ein erneuter Neustart des PCs konnten nichts Gegenteiliges bewirken.

Was mich selbst ein wenig überraschte, weil ich das zuvor nie nutzte, war die Tatsache, dass bereits beim Booten die Tastenkombination [Strg] + [Alt] + [F2] funktioniert. Aber ich habe sie gewissermaßen aus einem Ansatz Verzweiflung einfach mal gedrückt und siehe da: Ich bekam ein Login-Prompt. So konnte ich mich als root-User einloggen und das Systemupdate vervollständigen:

[root@c64 ~]$ yum update

Alle Pakete, die ich zuvor nicht ins Update eingeschlossen hatte, wurden nun aktualisiert.

[root@c64 ~]$ reboot

Beim nächsten Neustart des Rechners war der Fehler wie durch Zauberhand behoben.  Das System startete ordnungsgemäß.

Ein großes HOORAY auf Linux und seine Kraft, sich selbst zu heilen. ;-)

27Mai/110

Autovervollständigung für Terminal-Befehle

Die Autovervollständigung für Befehle im Terminal sollte bekannt sein (nur den Anfang eines Befehls eingeben und Tab-Taste drücken, ggf. 2x drücken, wenn der Befehl noch nicht eindeutig identifizierbar ist). Was z.B. unter Ubuntu von Haus aus klappt, aber nicht unter Fedora, ist die Autovervollständigung für die Befehls-Parameter bzw. für Unterbefehle.

Auf "If Not True Then False" findest du eine kurze Erläuterung sowie Installationsanleitung für bash-autocomplete, welches genau das bereinigt. Zu installieren ist lediglich bash-completion.

[arvid@c64 ~]$ sudo yum install bash-completion

Nützlich ist bash-autocompletion für mich insbesondere bei der Eingabe von Befehlen wie "svn <unterbefehl>" oder "sudo service httpd restart".

22Mrz/110

Chromium für Fedora

In den Standard-Repositories von Fedora ist der Chromium-Browser nicht enthalten. Du kannst ihn stattdessen wie folgt installieren.

Begieb dich auf die Repositories-Seite von Fedora People und lade dir die repo-Datei für den Chromium-Browser herunter. Speichere die Datei zum Beispiel auf deinem Desktop.

1. Repo hinzufügen

Öffne nun ein Terminal und gib Folgendes ein:

[arvid@c64 ~]$ cd /etc/yum.repos.d/
[arvid@c64 yum.repos.d]$ sudo cp ~/Desktop/fedora-chromium.repo ./

Damit gelangst du zunächst in das Verzeichnis, in dem alle von yum registrierten Repositories liegen (also alle für deinen Rechner erfassten Quellen, von denen aus du Programme beziehen und installieren kannst). Anschließend kopierst du die repo-Datei, die du zum Installieren von Chromium benötigst, in dieses Verzeichnis.

Ohne Verzeichniswechsel

Alternativ kannst du natürlich auch auf den Wechsel in das genannte Repository-Verzeichnis verzichten und den Kopiervorgang direkt vor Ort und Stelle ausführen und dabei die Zielverzeichnisse entsprechend direkt angeben. Also Terminal öffnen und eingeben:

[arvid@c64 ~]$ sudo cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Befehl sudo nicht möglich?

Obacht, der sudo-Befehl klappt natürlich nur, wenn dein System-Benutzer entsprechend in der Datei /etc/sudoers aufgeführt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann probiere folgende Eingaben:

[arvid@c64 ~]$ su
Passwort: [hier das Passwort des root-Users eingeben]
[root@c64 arvid]# cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Du hast dir damit root-Zugang verschafft, in dem du dich als selbiger angemeldet hast und anschließend kopierst du, wie oben schon beschrieben, die repo-Datei in das nötige Zielverzeichnis.

2. Chromium installieren

Chromium Browser in Fedora installieren

Dem Paket-Installer ist das Repository (also die Paketquelle) für den Chromium-Browser jetzt bekannt. Du kannst ihn installieren, wie jedes andere gängige Programm auch.

Starte das Programm gpk-application über das Menü unter System > Administration > Software hinzufügen/entfernen und gib im Suchfeld "chromium" ein. Kurz warten, Häkchen setzen und "Anwenden" klicken, installieren lassen. Fertig.

21Sep/100

pyRenamer für Fedora 13

Nachdem ich nun Fedora 13 installiert und damit das bis dato bei mir installierte Fedora 11 endlich abgelöst habe, erschlug mich beinahe folgende Erkenntnis:

Kein pyRenamer für Fedora 13?

Augenscheinlich gibt es das Paket "pyrenamer" in den Repositories für Fedora 13 (noch?) nicht. Entweder hat sich darum niemand gekümmert oder es sollte einfach aus den Repositories verschwinden. Warum auch immer - ich finde es schade, denn ich mag den pyRenamer wirklich gern wegen seines praktischen Nutzens für mich.

Zum Glück wurde ich jedoch im Fedora-Forum fündig, in dem es hieß, der pyRenamer funktioniere auch, wenn man einfach eine ältere Version für z.B. Fedora 12 installiert.

Gesagt. Getan. Und siehe da: Der pyRenamer läuft. Alles wunderbar. :-)

20Sep/100

Fedora 13 endlich installiert

Nachdem ich mir aus in diesem Artikel genannten Gründen eine neue Festplatte gekauft habe, schaffte ich es vor wenigen Tagen endlich, Fedora 13 zu installieren.

Neben den Festplattenproblemen hatte ich auch noch Probleme mit der gebrannten Live-CD, wie ich feststellen musste. Den Brenn- und Installationsvorgang musste ich daher wiederholen, da sich auf dem CD-Rohling ein Fehler einschlich. Zur Sicherheit brannte ich sie dann nicht mehr mit maximaler Brenngeschwindigkeit, was schließlich auch zum Erfolg führte.

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Der auf dem Bildschirmfoto (ja, das kann man wohl wörtlich nehmen) erkennbare Installationsfehler trat mit der neu gebrannten Live-CD fortan nicht mehr auf.

Damit sage ich "Lebe wohl" zur Version 11 und "Herzlich willkommen" zur Version 13.

Um mein Urteil zur aktuellen Version kurz zu machen:
Man spürt duchaus einige Veränderungen im Gegensatz zu Fedora 11, darunter die überarbeiteten Bildschirmeinstellungen oder die neuen Farbprofile. Auch die anderen, erhältlichen Pakete der Softwareprogrammierer außerhalb der Fedora-Community haben sich weiterentwickelt, wie zum Beispiel die nautlius-actions.

Um mein Urteil noch kürzer zu machen:
I like it.

In diesem Sinne - ich wünsche mir viel Spaß mit F13, wenngleich auch bald schon die 14er Version released wird.

8Sep/100

Fedora auf neueste Version aktualisieren

Wenn du noch auf einer älteren Fedora-Version sitzt, zeige ich dir hier, wie du deinem System ein Update verpassen kannst ohne die Notwendigkeit einer kompletten Neuinstallation. Dadurch bleibt dir erspart, dass deine Daten gelöscht würden.

Eine Sache möchte ich dennoch unbedingt voraus stellen: Egal, wie zuverlässig der Update-Vorgang auch sein mag. Ich empfehle dir grundsätzlich, eine Sicherung deiner wichtigsten Daten zu machen. Kopiere zum Beispiel dein Benutzerverzeichnis aus /home auf eine externe Festplatte oder brenne es auf DVD oder sonstwohin. Das Gleiche tust du mit anderen Verzeichnissen, von denen du weißt, dass sie wichtige Dateien enthalten, die du unbedingt noch brauchst. In der Regel sollte das Home-Verzeichnis für ein Backup genügen.
Warum du das machen solltest, wenn das Update doch so gut funktioniert? Das verrate ich dir weiter unten.

1. Update-Programm starten

Rufe das Programm preupgrade auf. Über das Terminal oder auch über "Anwendung ausführen" kannst du es starten.

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

2. Los geht's

Folge jetzt nur noch den Anweisungen des Programms. (Ich denke, es ist selbstverständlich, dass du während der ganzen Prozedur online sein solltest.)

Screenshot: preupgrade

Screenshot: preupgrade

3. Version auswählen

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Mit Klick auf die Checkbox erhälst du auch die Möglichkeit, das aktuelle Test-Release der nächsten Fedora-Version zu installieren. Achtung, damit sollte man vorsichtig sein, da Testversionen bekanntlich noch in der Entwicklungsphase stecken und evtl. fehlerhaft sein können.

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

4. Warten

Anschließend geht's auch schon in die Vollen.

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Das könnte jetzt noch einen Moment dauern, während preupgrade diverse Informationen sammelt und letzten Endes die Programmpakete herunterlädt.

5. Neustart und nochmal warten

Ist der Vorgang beendet, muss noch dein Rechner neu hochgefahren werden. Nun beginnt der eigentliche Installationsvorgang der Fedora-Aktualisierung. Dieser geht ähnlich unkompliziert von Statten wie das Pre-Upgrade.

Ist alles überstanden, kannst du ein neues Fedora dein eigen nennen.

Zum Glück...

...hatte ich ein Backup angefertigt. Während des Installationsvorgangs im Anschluss des PC-Neustarts brach die Verarbeitung mit einem "Fatal Error" ab. War natürlich doof so mittendrin.

Resultat des Ganzen: Fedora war futsch, beim Booten des Rechners hängte sich Fedora einfach auf. Mir blieb mit meinen N00b-Kenntnissen leider nicht die Möglichkeit, da etwas zu zaubern. Also fühle dich bitte ermutigt, ein Backup zu machen, bevor du ein Systemupdate durchführst.

Und wo lag jetzt das Problem?

Nun, meine Festplatte -das wusste ich auch schon lange- hat diverse Sektorenfehler. Diese hatte sie bereits damals, als ich Fedora installiert habe (die Festplatte ist ja auch schon eine alte Dame mit ihren ca. 6 Jahren und einer stetig hohen Auslastung über den gesamten Zeitraum, deshalb nehme ich ihr das ganz sicher nicht böse).
Ich ignorierte jedoch die Sektorenfehler und installierte dennoch die seinerzeit aktuelle Version Fedora 11. Bis heute verdrängte ich die Gedanken daran immer mehr ins Hinterstübchen, wo sie langsam einzustauben begannen.

Die Installation von Fedora 11 schien sich an den Sektorenfehlern nicht zu stören und so hatte ich nie Probleme damit. Aber bei der Aktualisierung auf Fedora 13 stieß die ganze Sache wohl doch noch sauer auf.

Wenn du dich jetzt fragst, ob nicht vielleicht auch der Sprung von gleich 2 Versionen (F11 auf F13) der Grund für den "Fatal Error" sein könnte, tendiere ich eher dazu, dies zu verneinen. Denn der dem Update gefolgte Versuch, das System tatsächlich komplett neu zu installieren, also mein geliebtes F11 dabei zu plätten, schlug ebenso fehl. Diesmal erhielt ich von der Installationsroutine sogar noch die Bestätigung, der Fehler könnte am Medium liegen.

Unter'm Strich lege ich das nun unter "Erfahrungen" ab und werde mir gezwungenermaßen eine neue Festplatte kaufen müssen, daran führt kein Weg vorbei (und bis dahin werde ich wohl erstmal keine neuen Blog-Artikel schreiben...).

Daher als Schlusssatz nochmals der eindringliche Merksatz: Vor einem Update erstelle stets Sicherungskopien deiner Daten.

20Aug/100

Windows Ubuntu Installer

Du bist eingefleischter Windows-Benutzer und möchtest mal in die Installation einer Linux-Distribution wie Ubuntu reinschnuppern, möchtest aber deine Windows-Festplatte nicht noch partitionieren oder dergleichen?

Ich empfehle dir Wubi, den Ubuntu Installer for Windows.

Mit Wubi lässt sich Ubuntu von Windows aus installieren. Du lädst dir also eine normale exe-Datei herunter, mit der du eine in Windows übliche Installationsroutine starten kannst (siehe Screenshots auf der Wubi-Seite).

Wenn du die exe-Datei ausführst und statt nach einem konkreten Zielpfad, nach einem Installationslaufwerk gefragt wirst, dann lasse dich davon nicht irritieren: Bei der Installation von Ubuntu wird das Laufwerk nicht gelöscht. Auf dem Ziellaufewrk wird lediglich ein ubuntu-Verzeichnis angelegt. Darin landen alle Dateien, die von Ubuntu benötigt werden, keine Daten deines Systems gehen verloren. Also keine Sorge um dein Windows und deine Daten.

Im Zweifelsfall lasse dich nicht abhalten, ein Backup zu anzufertigen. Aber meines Wissens lässt sich Windows im laufenden Betrieb ohnehin gar nicht so stark schädigen (jedenfalls nicht ohne Weiteres), dass nichts mehr geht.

Ist die Installation abgeschlossen, wirst du gefragt, ob dein Rechner neu gestartet werden soll.  Tue dies und du erhälst beim Hochfahren die Möglichkeit, zwischen deinem Windows und Ubuntu auszuwählen.

Spiele mit Ubuntu so viel herum, wie du zu tun gedenkst. Wirst du dessen irgendwann überdrüssig, so kannst du von Windows aus wieder ganz einfach Ubuntu deinstallieren via Systemsteuerung > Software. Dort suchst du nach Ubuntu (oder Wubi, bin grad unschlüssig, was dort steht, habe Wubi das letzte mal vor gefühlten 5 Jahren eingesetzt) und betätigst Ändern/Entfernen.