linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

16Okt/110

Systemboot hängt bei „jexec“

Neulich habe ich für mein zugegebenerweise nicht mehr ganz aktuelles Fedora 14 einige Systemdateien aktualisiert (also unter System > Administration > Software-Aktualisierungen), darunter auch den kernel. Allerdings habe ich das Update nicht für alle Pakete durchgeführt, für die eine Aktualisierung zur Verfügung stand. Wegen des kernel-Updates musste ich meinen Rechner neu starten. Unglücklicherweise wollte dieser dann nicht komplett hochfahren. Beim Punkt "starting jexec services", zu dem kein [OK] ausgegeben wurde, hing sich der Bootvorgang auf und damit erreichte ich nicht mal mehr den Login-Screen. Auch ein erneuter Neustart des PCs konnten nichts Gegenteiliges bewirken.

Was mich selbst ein wenig überraschte, weil ich das zuvor nie nutzte, war die Tatsache, dass bereits beim Booten die Tastenkombination [Strg] + [Alt] + [F2] funktioniert. Aber ich habe sie gewissermaßen aus einem Ansatz Verzweiflung einfach mal gedrückt und siehe da: Ich bekam ein Login-Prompt. So konnte ich mich als root-User einloggen und das Systemupdate vervollständigen:

[root@c64 ~]$ yum update

Alle Pakete, die ich zuvor nicht ins Update eingeschlossen hatte, wurden nun aktualisiert.

[root@c64 ~]$ reboot

Beim nächsten Neustart des Rechners war der Fehler wie durch Zauberhand behoben.  Das System startete ordnungsgemäß.

Ein großes HOORAY auf Linux und seine Kraft, sich selbst zu heilen. ;-)

29Jul/110

Probleme mit Grafikkarte

Vor wenigen Wochen hatte ich sehr unangenehme Probleme mit meiner Grafikkarte. Auf meinen Monitoren flimmerte und flackerte es ganz fürchterlich lauter Streifen. Es gab Momente, die auszuhalten waren, aber es gab auch Phasen, in denen man kaum noch was erkennen konnte auf seinen Bildschirmen.

Umgehen konnte ich dieses Problem leider nur durch den Kauf einer neuen Grafikkarte. Ich tauschte meine ATI Radeon 9600 Pro mit einer nVidia NX6200. Keine Hochleistungsgrafikkarte, aber die brauche ich ohnehin nicht. Ich bin seit Jahren kaum noch ein PC-Spieler.

Details über das Ausmaß dieses Grafikproblems können übrigens den linuxforen.de entnommen werden, wo auch ich meinen Senf zur Problemschilderung dazu gab.

22Jun/110

keine Zahlen mit NumPad – kein Bug, ein Feature

Ich bin ein Freund des NumPads. Eben selbiges spielte mir jedoch einen kleinen Streich: Es reagierte (scheinbar!) nicht mehr auf meine Eingaben trotz aktiver NumPad-LED.

Zunächst wunderte ich mich, ob die Tastatur vielleicht defekt wäre. Mit einer anderen Tastatur ging das NumPad ebenfalls nicht und es kann ja unmöglich zwei Tastaturen auf einmal treffen, also ganz sicher kein Hardware-Fehler. Es musste irgendetwas auf Software-Ebene sein.

Ein Fehler im System?

Nach kurzer Suche fand ich diese Bug-Beschreibung im Red Hat Bugzilla. Der Status "CLOSED NOTABUG" lässt bereits erahnen, dass das kein Fehler sein kann. Ein wenig durch die Kommentare gestöbert findet man schnell eine Lösung, damit das NumPad auch wieder Zahlen tippen kann.

Kein Fehler, aber wie deaktiviert man das?

Das ist schnell erledigt, es ist einfach nur die Tastenkombination [Umschalt] + [Num] (bzw. [Shift] + [Num]) zu betätigen.

Und was war das nun für (k)ein Fehler?

Durch Betätigen von [Umschalt] + [Num] wird das NumPad nicht direkt deaktiviert. Es wird die Funktionsbelegung geändert. Und zwar lässt sich so mit dem NumPad der Mauszeiger steuern. Das ist dann praktisch, wenn die Maus kaputt ist oder wenn gerade keine Maus zur Hand ist.

Man kann das NumPad also zur Cursor-Steuerung der Maus verwenden. Und ich bin wohl versehentlich auf die Tastenkombination gekommen.

By the way: Einen Linksklick erhälst du durch Drücken der NumPad-Ziffer [5], einen Rechtsklick durch zusätzliches Drücken der [Strg]-Taste (bzw. [Ctrl]).

veröffentlicht unter: Linux allgemein keine Kommentare
1Jun/110

Merchandising um einen Pinguin

Hin und wieder stößt man auf Konsumgüter, die den geneigten Pinguin-Fan zu unterhalten in der Lage sind. Ein paar davon sind die folgenden:

Weitere Vorschläge zu heiteren Merchandising-Artikeln rund um den Linux-Pinguin nehme ich gerne entgegen.

21Sep/100

Software für (m)eine blanke Neuinstallation

Anlässlich meiner Neuinstallation von Fedora möchte ich die Gelegenheit nutzen, um eine Liste nützlicher Programme und Dienste anzufertigen, mit deren Hilfe ich beim nächsten Mal nicht so viel überlegen muss, was ich alles an Software brauche und was nicht. (Hoffentlich gibt es dieses nächste Mal der kompletten Neuinstallation nicht, sondern lässt sich durch ein erfolgreiches Systemupdate vermeiden)

Diese Liste soll in erster Linie mir selbst helfen, mich zu erinnern und erst in zweiter Instanz dir Inspiration geben, Software kennenzulernen, mit der du vielleicht noch keine Bekanntschaft gemacht hast.
Also stelle bitte die Auswahl der Programme nicht gleich in Frage, wenn du glaubst, bessere zu kennen. Ich habe die meisten Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Software ganz bewusst getroffen.

Im Übrigen werde ich die folgenden beiden Listen in unregelmäßigen Abständen kommentarlos kürzen oder erweitern, wenn ich andere Tools zu verwenden beginne oder mich von diversen Programmen verabschieden und distanzieren möchte. Die Einträge der Listen unterliegen keiner Priorisierung/Ordnung, die Reihenfolge ist also zufällig.

Must Have

Folgende Tools sind für mich ein absolutes Muss, da ich sie mindestens gelegentlich, teils sogar sehr häufig und regelmäßig verwende:

  1. wget
  2. vim
  3. GraphicsMagick
  4. Subversion
  5. GnubVersion
  6. Firefox + Addons (Adblock Plus, Cache löschen, Download Statusbar, Fast Dial, Firebug, Flagfox, Locationbar², Pearl Crescent Page Saver Basic, Web Developer, Xmarks YSlow, ggf. noch einige andere)
  7. Thunderbird + Addons (eigentlich nur Lightning)
  8. Pidgin
  9. FileZilla
  10. Liferea
  11. mpd, mpc, gmpc (Fedora-User sollten den Abschnitt "PulseAudio" unter http://mpd.wikia.com/wiki/Configuration beachten)
  12. GIMP
  13. Inkscape
  14. Meld
  15. Poedit
  16. Texmaker
  17. PDF Chain
  18. pyRenamer
  19. nautilus-actions
  20. VLC
  21. TV-Browser
  22. JDownloader
  23. Java
  24. Adobe Flash
  25. XAMPP oder statt Apache auch Lighttpd
  26. diverse Browser zum Testen von Webseiten (Opera, Arora, Midori, Epiphany, ...)
  27. gedit-plugins

May Have

Bei Bedarf nutze ich (einige nutzte ich nur in der Vergangenheit) auch noch folgende Tools:

  1. VirtualBox OSE
  2. F-Spot
  3. OpenOffice.org
  4. POV-Ray
  5. Blender
  6. Audacity
  7. gFTP (z.B. als Ausweichmöglichkeit für FileZilla)
  8. MusicBrainz Picard
  9. Conky
  10. Docky
  11. DVDStyler
  12. HTTrack

Ich möchte daran erinnern, dass die genannten Programme insbesondere für mich persönlich die erste Wahl sind. Das heißt nicht, dass sie dir ebenfalls gefallen müssen. Vermeide ergo niederschmetternde Worte über diese Programme, Dienste und sonstige Software. ;-)

http://www.poedit.net/
20Aug/100

Windows Ubuntu Installer

Du bist eingefleischter Windows-Benutzer und möchtest mal in die Installation einer Linux-Distribution wie Ubuntu reinschnuppern, möchtest aber deine Windows-Festplatte nicht noch partitionieren oder dergleichen?

Ich empfehle dir Wubi, den Ubuntu Installer for Windows.

Mit Wubi lässt sich Ubuntu von Windows aus installieren. Du lädst dir also eine normale exe-Datei herunter, mit der du eine in Windows übliche Installationsroutine starten kannst (siehe Screenshots auf der Wubi-Seite).

Wenn du die exe-Datei ausführst und statt nach einem konkreten Zielpfad, nach einem Installationslaufwerk gefragt wirst, dann lasse dich davon nicht irritieren: Bei der Installation von Ubuntu wird das Laufwerk nicht gelöscht. Auf dem Ziellaufewrk wird lediglich ein ubuntu-Verzeichnis angelegt. Darin landen alle Dateien, die von Ubuntu benötigt werden, keine Daten deines Systems gehen verloren. Also keine Sorge um dein Windows und deine Daten.

Im Zweifelsfall lasse dich nicht abhalten, ein Backup zu anzufertigen. Aber meines Wissens lässt sich Windows im laufenden Betrieb ohnehin gar nicht so stark schädigen (jedenfalls nicht ohne Weiteres), dass nichts mehr geht.

Ist die Installation abgeschlossen, wirst du gefragt, ob dein Rechner neu gestartet werden soll.  Tue dies und du erhälst beim Hochfahren die Möglichkeit, zwischen deinem Windows und Ubuntu auszuwählen.

Spiele mit Ubuntu so viel herum, wie du zu tun gedenkst. Wirst du dessen irgendwann überdrüssig, so kannst du von Windows aus wieder ganz einfach Ubuntu deinstallieren via Systemsteuerung > Software. Dort suchst du nach Ubuntu (oder Wubi, bin grad unschlüssig, was dort steht, habe Wubi das letzte mal vor gefühlten 5 Jahren eingesetzt) und betätigst Ändern/Entfernen.

1Aug/100

Umstieg auf Linux

Du benutzt ein Betriebssystem, welches fern den unixoiden Systemen ist? Du möchtest dich aber an einer Linux-Distribution ausprobieren und vllt. sogar ernsthaft dahin umsteigen? Und das Einzige, was dir noch fehlt, sind ein Ansatz, die Bezugsquellen und ein Schuss Motivation, um das Ganze auch wirklich durchziehen zu können?

Dann können dir möglicherweise diese Artikel helfen, die ich seinerzeit als Co-Autor für den Einsteiger-Blog verfasst habe:

Ergänzend dazu findest du hier noch Folgendes: