linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

3Jan/131

Wie viele Wörter hat mein PDF-File?

Diese Frage stellte ich mir soeben selbst, als ich den aktuellen Umfang meiner Bachelorarbeit überprüfen wollte.

Glücklicherweise gab es schon viele vor mir mit dieser Frage. So fand ich schnell eine Lösung:
http://superuser.com/questions/221359/count-words-in-pdf-file

Dort heißt es:

[arvid@c64 ~]$ pdftotext path/to/my/file.pdf - | wc -w

Ausgabe im Terminal ist schließlich die Anzahl der Wörter. Und das war's auch schon.

Wieder mal ein Hoch auf Linux, welches bereits alle Probleme gelöst hat, die ich erst noch bekommen muss. :-)

4Mai/120

iPhone/iPod Touch mount-Fehler beheben

Was für eine schwere Geburt. Ich hatte lange Zeit das Problem, meinen iPod Touch nach Anschluss via USB-Kabel nicht mounten zu können. Ich erhielt stets die Fehlermeldung, dass es einen Zugriffsfehler (-5) gäbe. Der Terminal-Befehl ideviceinfo spuckte immer nur aus: "GNUTLS ERROR: A TLS packet with unexpected length was received."

Die nötigen Pakete waren installiert, aber kein Erfolg beim Einhängen des iPod. Hin und wieder habe ich nach einer Lösung gesucht, aber entweder habe ich immer nach falschen Stichworten gesucht oder die Lösung ist wirklich so versteckt gewesen.

Die Suche hat ein Ende.

Nun jedoch habe ich endlich die Lösung gefunden und sie ist denkbar einfach. Im Terminal ist lediglich Folgendes einzugeben und schon kann der iPod Touch eingehängt werden und gestattet den Zugriff z.B. via gtkpod.

[arvid@c64 ~]$ idevicepair unpair
SUCCESS: Unpaired with device <lange_nummer>
[arvid@c64 ~]$ idevicepair pair
SUCCESS: Paired with device <lange_nummer>
[arvid@c64 ~]$ idevicepair validate
SUCCESS: Validated pairing with device <lange_nummer>

Alles funktioniert jetzt wunderbar.

Das war's auch schon. Der Befehl ideviceinfo sollte nun bedeutend mehr ausgeben als die besagte Fehlermeldung.

[arvid@c64 ~]$ ideviceinfo
ActivationPublicKey: <laaanger_key>
ActivationState: Activated
[...]
WiFiAddress: <mac_adresse>
iTunesHasConnected: true
16Okt/110

Systemboot hängt bei „jexec“

Neulich habe ich für mein zugegebenerweise nicht mehr ganz aktuelles Fedora 14 einige Systemdateien aktualisiert (also unter System > Administration > Software-Aktualisierungen), darunter auch den kernel. Allerdings habe ich das Update nicht für alle Pakete durchgeführt, für die eine Aktualisierung zur Verfügung stand. Wegen des kernel-Updates musste ich meinen Rechner neu starten. Unglücklicherweise wollte dieser dann nicht komplett hochfahren. Beim Punkt "starting jexec services", zu dem kein [OK] ausgegeben wurde, hing sich der Bootvorgang auf und damit erreichte ich nicht mal mehr den Login-Screen. Auch ein erneuter Neustart des PCs konnten nichts Gegenteiliges bewirken.

Was mich selbst ein wenig überraschte, weil ich das zuvor nie nutzte, war die Tatsache, dass bereits beim Booten die Tastenkombination [Strg] + [Alt] + [F2] funktioniert. Aber ich habe sie gewissermaßen aus einem Ansatz Verzweiflung einfach mal gedrückt und siehe da: Ich bekam ein Login-Prompt. So konnte ich mich als root-User einloggen und das Systemupdate vervollständigen:

[root@c64 ~]$ yum update

Alle Pakete, die ich zuvor nicht ins Update eingeschlossen hatte, wurden nun aktualisiert.

[root@c64 ~]$ reboot

Beim nächsten Neustart des Rechners war der Fehler wie durch Zauberhand behoben.  Das System startete ordnungsgemäß.

Ein großes HOORAY auf Linux und seine Kraft, sich selbst zu heilen. ;-)

15Okt/110

Screensaver trotz Deaktivierung

Obwohl ich in den Gnome-Einstellungen (also mit gnome-screensaver-preferences) den Screensaver deaktiviert und das Ausschalten der Anzeige in der Energieverwaltung auf "Nie" gesetzt habe, gehen nach einiger Zeit der Nichtbenutzung meine Monitore aus. Selbst wenn ich den gnome-screensaver aus den Startprogrammen entferne oder ihn gar deinstalliere, scheint das mein Fedora-System nicht zu stören. Die Monitore gehen nach einer gewissen Idle-Time aus, was natürlich insbesondere beim Filmgucken recht nervig sein kann.

Um zu prüfen, ob der Bildschirmschoner überhaupt aktiv ist, ist Folgendes im Terminal einzugeben:

[arvid@c64 ~]$ gconftool-2 --get /apps/gnome-screensaver/idle_activation_enabled

Wird dort ein "true" ausgegeben (wie bei mir), so ist dein Bildschirmschoner aktiviert. Zum Deaktivieren gib einfach Folgendes ein:

[arvid@c64 ~]$ gconftool-2 --type bool --set /apps/gnome-screensaver/idle_activation_enabled false

Et voilà. Ein deaktivierter Bildschirmschoner.

Aber die Monitore schalten sich noch immer aus...

Wenn obiges nicht geholfen haben sollte, dann liegt die Ursache für den Energiesparmodus der Bildschirme offenbar nicht an den Gnome-Settings, aber evtl. an den Einstellungen des X-Servers. Diese lassen sich wie folgt beauskunften:

arvid@c64 ~$ xset -q

Wenn weiter unten in den Ausgaben des xset-Befehls etwas dieser Art steht:

DPMS (Energy Star):
  Standby: 600    Suspend: 600    Off: 600
  DPMS is Enabled
  Monitor is On

dann ist wohl genau das der Grund für das Ausschalten der Bildschirme nach einigen Minuten. Abschalten lässt sich das Energiesparverhalten ganz einfach mit dem Befehl:

arvid@c64 ~$ xset -dpms

Jetzt sollte es beim Ansehen eines Films wirklich keine Probleme mehr mit schwarzen Monitoren geben.

29Jul/110

Probleme mit Grafikkarte

Vor wenigen Wochen hatte ich sehr unangenehme Probleme mit meiner Grafikkarte. Auf meinen Monitoren flimmerte und flackerte es ganz fürchterlich lauter Streifen. Es gab Momente, die auszuhalten waren, aber es gab auch Phasen, in denen man kaum noch was erkennen konnte auf seinen Bildschirmen.

Umgehen konnte ich dieses Problem leider nur durch den Kauf einer neuen Grafikkarte. Ich tauschte meine ATI Radeon 9600 Pro mit einer nVidia NX6200. Keine Hochleistungsgrafikkarte, aber die brauche ich ohnehin nicht. Ich bin seit Jahren kaum noch ein PC-Spieler.

Details über das Ausmaß dieses Grafikproblems können übrigens den linuxforen.de entnommen werden, wo auch ich meinen Senf zur Problemschilderung dazu gab.

22Jun/110

keine Zahlen mit NumPad – kein Bug, ein Feature

Ich bin ein Freund des NumPads. Eben selbiges spielte mir jedoch einen kleinen Streich: Es reagierte (scheinbar!) nicht mehr auf meine Eingaben trotz aktiver NumPad-LED.

Zunächst wunderte ich mich, ob die Tastatur vielleicht defekt wäre. Mit einer anderen Tastatur ging das NumPad ebenfalls nicht und es kann ja unmöglich zwei Tastaturen auf einmal treffen, also ganz sicher kein Hardware-Fehler. Es musste irgendetwas auf Software-Ebene sein.

Ein Fehler im System?

Nach kurzer Suche fand ich diese Bug-Beschreibung im Red Hat Bugzilla. Der Status "CLOSED NOTABUG" lässt bereits erahnen, dass das kein Fehler sein kann. Ein wenig durch die Kommentare gestöbert findet man schnell eine Lösung, damit das NumPad auch wieder Zahlen tippen kann.

Kein Fehler, aber wie deaktiviert man das?

Das ist schnell erledigt, es ist einfach nur die Tastenkombination [Umschalt] + [Num] (bzw. [Shift] + [Num]) zu betätigen.

Und was war das nun für (k)ein Fehler?

Durch Betätigen von [Umschalt] + [Num] wird das NumPad nicht direkt deaktiviert. Es wird die Funktionsbelegung geändert. Und zwar lässt sich so mit dem NumPad der Mauszeiger steuern. Das ist dann praktisch, wenn die Maus kaputt ist oder wenn gerade keine Maus zur Hand ist.

Man kann das NumPad also zur Cursor-Steuerung der Maus verwenden. Und ich bin wohl versehentlich auf die Tastenkombination gekommen.

By the way: Einen Linksklick erhälst du durch Drücken der NumPad-Ziffer [5], einen Rechtsklick durch zusätzliches Drücken der [Strg]-Taste (bzw. [Ctrl]).

veröffentlicht unter: Linux allgemein keine Kommentare
1Jun/110

Merchandising um einen Pinguin

Hin und wieder stößt man auf Konsumgüter, die den geneigten Pinguin-Fan zu unterhalten in der Lage sind. Ein paar davon sind die folgenden:

Weitere Vorschläge zu heiteren Merchandising-Artikeln rund um den Linux-Pinguin nehme ich gerne entgegen.

27Mai/110

Autovervollständigung für Terminal-Befehle

Die Autovervollständigung für Befehle im Terminal sollte bekannt sein (nur den Anfang eines Befehls eingeben und Tab-Taste drücken, ggf. 2x drücken, wenn der Befehl noch nicht eindeutig identifizierbar ist). Was z.B. unter Ubuntu von Haus aus klappt, aber nicht unter Fedora, ist die Autovervollständigung für die Befehls-Parameter bzw. für Unterbefehle.

Auf "If Not True Then False" findest du eine kurze Erläuterung sowie Installationsanleitung für bash-autocomplete, welches genau das bereinigt. Zu installieren ist lediglich bash-completion.

[arvid@c64 ~]$ sudo yum install bash-completion

Nützlich ist bash-autocompletion für mich insbesondere bei der Eingabe von Befehlen wie "svn <unterbefehl>" oder "sudo service httpd restart".

24Mai/110

Kleine Tool-Sammlung für das CLI

Jüngst erreichte mich folgender Link: Cool, but obscure unix tools. Dort findest du eine Reihe bunter Screenshots zu dem einen oder anderen bekannten und auch unbekannten Commandline-Tool. Nette Auflistung, wie ich finde.

20Mrz/110

Tastenkürzel im Nautilus

Gnomes Standard-Dateimanager Nautilus bietet einige nützliche Shortcuts.

Es folgen die von mir am häufigsten verwendeten Nautlius-Tastenkombinationen. Es sind bei Weitem nicht alle Tastaturkürzel aufgezählt, aber zumindest einige recht praktische, die dir als Linux-Noob vielleicht doch noch eine Hilfe sein können.

Verborgene Dateien anzeigen

Um versteckte Dateien und Verzeichnisse (jene mit einem Punkt im Namen beginnend) sichtbar zu machen, ist lediglich die Tastenkombination Strg+H (bzw. Ctrl+H) zu betätigen. Zum Verstecken der nun angezeigten Dateien muss erneut Strg+H gedrückt werden.

Verzeichnisse anlegen

Zum Anlegen eines Unterverzeichnisses im derzeit geöffneten Verzeichnis sind die Tasten Strg+Umschalt+N (bzw. Ctrl+Shift+N) zu drücken. Nur noch den Verzeichnisnamen eingeben, fertig.

Navigieren

In das in der Verzeichnishierarchie höher gelegene Verzeichnis gelangst du mit Alt+PfeiltasteHoch (bzw. Alt+Up). In das zuletzt angesehene Verzeichnis kommst du mit der Tastenkombination Alt+PfeiltasteLinks (bzw. Alt+Left), wieder nach vorne navigieren kann man mit Alt+PfeiltasteRechts (bzw. Alt+Right).

Dateien und Verzeichnisse nach Namen auswählen

Sind dir die Namen deiner Verzeichnisse und Dateien bekannt, kannst du direkt die ersten Buchstaben der entsprechenden Namen eintippen, einfach so und ohne zusätzliche Shortcuts. Die Dateien und Verzeichnisse, auf welche die von dir eingegebenen Anfangsbuchstaben passen, kannst du nun mit den Pfeiltasten Hoch und Runter (bzw. Up/Down) auswählen. Die übrigen Dateien werden damit bei der Auswahl ignoriert, diese Einschränkung kann durch Drücken der Escape-Taste wieder aufgehoben werden.

Splitscreen benutzen

Um dem Nautlius einen Hauch von Nortan Commander und Co. zu verleihen und eine zweispaltige Ansicht zu aktivieren, ist schlicht die Taste F3 zu drücken. Zwischen den beiden Spalten kann neben der Verwendung der Maus mit F6 hin und her gewechselt werden.

Dateien endgültig löschen

Für sofortiges Löschen von Dateien (Papierkorb wird umgangen) ist nach Markieren der entsprechenden Dateien die Tastenkombination Umschalt+Entf (bzw. Shift+Del) zu betätigen. Achtung, die gelöschten Dateien landen nicht im Papierkorb! Benutzung auf eigene Verantwortung.

Dateien umbenennen

Einer der Klassiker, die auch im Dateiexplorer von Microsoft Windows auf diese Weise funktionieren, ist das Umbennen von Verzeichnissen und Dateien, dies erreichst du durch Drücken der Taste F2.

Eigenschaften anzeigen

Um dir von markierten Dateien und Verzeichnissen die Eigenschaften anzeigen zu lassen, musst du (wenn du gerade keine Lust auf einen Rechtsklick mit deiner Maus hast) Alt+Eingabe (bzw. Alt+Enter) drücken.

26Sep/100

Mehrere Java-Installationen nebeneinander

Hier möchte ich dir einen kleinen Wink geben, damit du weißt, wie du die offizielle Java Umgebung von Oracle parallel zum quelloffenen OpenJDK IcedTea installierst.

Wie geht das?

Das Wichtigste gleich auf den Punkt gebracht:

Schau dir diese erstklassige Anleitung zum Thema auf If not True then False an. Dort erfährst du, wie du neben dem OpenJDK das JDK von Oracle (bzw. Sun Microsystems) installieren kannst.

Im Grunde sind es nur drei einfache Schritte:

  1. Installationsdatei für JRE bzw. JDK herunterladen (rpm.bin-Datei)
  2. Installationsdatei ausführen
  3. "alternatives"-Befehl bemühen, um neues JRE/JDK zu aktivieren

Aber wie gesagt - Details entnimmst du besser der genannten Anleitung von "if !1 0".

Warum geschlossenes, statt quelloffenes Java?

Gute Frage - Ich bin auch ein großer Freund quelloffener Software, üblicherweise ziehe ich Open Source-Projekte den geschlossenen Projekten vor. Dennoch - es gibt durchaus mal eine Ausnahme, wenn ich es als sinnvoll erachte.

Aus eigener Erfahrung kann ich zwei gute Gründe nennen, weshalb sich zumindest für mich die Installation des Oracle JDK (bzw. der JRE) lohnt.

  1. Wie schon im Artikel zum auf Java basierenden TV-Browser geschildert, hat das OpenJDK Anzeigeprobleme bei den System-Tray-Menüs.
  2. Darüber hinaus ist die Verarbeitung von Java-Programmen, zumindest für den JDownloader (andere Vergleiche liegen mir bisher nicht vor), sehr langsam.

Ob es weitere Einschnitte bei Java-Programmen gibt, die dem OpenJDK verschuldet sind, weiß ich nicht. Für Ergänzungen bin ich natürlich immer zu haben.

http://www.linuxn00b.de/2010/09/10/immer-auf-dem-laufenden-mit-tv-browser/
25Sep/100

Immer auf dem Laufenden mit TV-Browser

TV-Zeitschriften (TV Movie und Co.) sind etwas Feines. TV-Programmübersichten im Internet (tvtv.de und Co.) sind noch feiner. Das Feinste ist jedoch der TV-Browser.

Mit ihm hat man nicht nur eine Programmübersicht, mit ihm hat man die volle Kontrolle über selbige. Außerdem ist der TV-Browser unglaublich umfangreich mit Sendern und Plugins ausgestattet. Die Statistiken sprechen dabei für sich (siehe Startseite der TV-Browser Homepage).

Wow, was der alles kann...!

Screenshot: TV-Browser

Screenshot: TV-Browser

Der TV-Browser ist absolut frei konfigurierbar, unzählige Einstellungsmöglichkeiten erfüllen -das TV-Programm betreffend- jeden erdenklichen Wunsch. Vom Anzeigen deiner Lieblingssender über das Bewerten von TV-Sendungen, das Beauskunften von Filmpreisen bis hin zur Erinnerungsfunktion ist alles dabei, was eine TV-Zeitschrift auch kann und darüber hinaus noch viel mehr. Die richtige Konfiguration vorausgesetzt, kann der TV-Browser sogar externe Programme starten, um die Aufnahme einer Sendung zu kontrollieren.

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Mein Tipp

Lass das Programm immer minimiert laufen und lasse dir immer nur mit Rechtsklick auf das System-Tray-Icon des TV-Browsers eine kurze Übersicht der laufenden Sendungen anzeigen. Auch hier gilt der Anspruch der Entwickler, dem Benutzer freie Wahl für die Konfiguration zu lassen.

Übrigens, bei all der freien Wahl und den vielen Einstellungsmöglichkeiten sind die Einstellungen sehr geordnet, übersichtlich und damit sehr benutzerfreundlich.

Schlussendlich viele Pluspunkte, die mich geradezu nötigten, den TV-Browser zu empfehlen. Daher viel Spaß damit! :-)

Voraussetzung: Java

Damit der TV-Browser läuft, muss auf dem Zielsytem Java installiert sein. Stelle daher sicher, dass du eine JRE (Java Runtime Environment, also eine Java-Laufzeitumgebung) installiert hast. Bei einigen Linux-Distributionen ist Java vielleicht bereits vorinstalliert. Ein Test auf der Konsole offenbart dir, ob Java installiert ist oder nicht:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_21"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_21-b06)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 17.0-b16, mixed mode, sharing)

Ist die Java-Frage geklärt, kann es auch schon losgehen: Herunterladen, installieren, starten, sich freuen (Installationsanweisungen siehe Webseite).

Achtung: Java ungleich Java

Bei Distributionen wie Fedora wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die übliche JRE von Oracle (ehemals von Sun Microsystems) mitgeliefert, sondern eine OpenSource-JRE. Das erkennst du, wenn du (sofern Java installiert ist) bei der Java-Prüfung ein der folgenden Ausgabe ähnliches Resultat erhälst:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_18"
OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.8) (fedora-36.b18.fc11-i386)
OpenJDK Client VM (build 14.0-b16, mixed mode)

Problem? Nein, nicht direkt. Die OpenSource-Variante kann fast alles, was man für Java-Anwendungen braucht. Aber eben doch nur fast.

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Alles funktioniert tippi toppi mit der JRE des OpenJDK. Bei der Nummer mit dem System-Tray jedoch werden möglicherweise die Labels zu den laufenden Sendungen nicht angezeigt. Was zurück bleibt, sind farbige Balken, denen man lediglich noch entnehmen kann, zu welchen Sendern sie gehören, aber keinesfalls, welche Filme gerade laufen.

"Lies dich schlau im Internet" half mir, die Erkenntnis zu gewinnen, dass dieses Phänomen der fehlerhaften Anzeige kein Bug im TV-Browser ist (wovon ich eine Zeit lang ausging), sondern dass es sich um einen Fehler in eben jenem OpenJDK handelt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Willst du den TV-Browser immer im vollen Fenster benutzen, mach dir über das OpenJDK keinen Kopf.
Möchtest du den TV-Browser hingegen minimiert betreiben und häufig das Rechtsklick-Menü im System-Tray in Anspruch nehmen, dann installier dir auf jeden Fall die "echte" JRE von Oracle.

http://www.tvbrowser.org/
21Sep/100

Software für (m)eine blanke Neuinstallation

Anlässlich meiner Neuinstallation von Fedora möchte ich die Gelegenheit nutzen, um eine Liste nützlicher Programme und Dienste anzufertigen, mit deren Hilfe ich beim nächsten Mal nicht so viel überlegen muss, was ich alles an Software brauche und was nicht. (Hoffentlich gibt es dieses nächste Mal der kompletten Neuinstallation nicht, sondern lässt sich durch ein erfolgreiches Systemupdate vermeiden)

Diese Liste soll in erster Linie mir selbst helfen, mich zu erinnern und erst in zweiter Instanz dir Inspiration geben, Software kennenzulernen, mit der du vielleicht noch keine Bekanntschaft gemacht hast.
Also stelle bitte die Auswahl der Programme nicht gleich in Frage, wenn du glaubst, bessere zu kennen. Ich habe die meisten Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Software ganz bewusst getroffen.

Im Übrigen werde ich die folgenden beiden Listen in unregelmäßigen Abständen kommentarlos kürzen oder erweitern, wenn ich andere Tools zu verwenden beginne oder mich von diversen Programmen verabschieden und distanzieren möchte. Die Einträge der Listen unterliegen keiner Priorisierung/Ordnung, die Reihenfolge ist also zufällig.

Must Have

Folgende Tools sind für mich ein absolutes Muss, da ich sie mindestens gelegentlich, teils sogar sehr häufig und regelmäßig verwende:

  1. wget
  2. vim
  3. GraphicsMagick
  4. Subversion
  5. GnubVersion
  6. Firefox + Addons (Adblock Plus, Cache löschen, Download Statusbar, Fast Dial, Firebug, Flagfox, Locationbar², Pearl Crescent Page Saver Basic, Web Developer, Xmarks YSlow, ggf. noch einige andere)
  7. Thunderbird + Addons (eigentlich nur Lightning)
  8. Pidgin
  9. FileZilla
  10. Liferea
  11. mpd, mpc, gmpc (Fedora-User sollten den Abschnitt "PulseAudio" unter http://mpd.wikia.com/wiki/Configuration beachten)
  12. GIMP
  13. Inkscape
  14. Meld
  15. Poedit
  16. Texmaker
  17. PDF Chain
  18. pyRenamer
  19. nautilus-actions
  20. VLC
  21. TV-Browser
  22. JDownloader
  23. Java
  24. Adobe Flash
  25. XAMPP oder statt Apache auch Lighttpd
  26. diverse Browser zum Testen von Webseiten (Opera, Arora, Midori, Epiphany, ...)
  27. gedit-plugins

May Have

Bei Bedarf nutze ich (einige nutzte ich nur in der Vergangenheit) auch noch folgende Tools:

  1. VirtualBox OSE
  2. F-Spot
  3. OpenOffice.org
  4. POV-Ray
  5. Blender
  6. Audacity
  7. gFTP (z.B. als Ausweichmöglichkeit für FileZilla)
  8. MusicBrainz Picard
  9. Conky
  10. Docky
  11. DVDStyler
  12. HTTrack

Ich möchte daran erinnern, dass die genannten Programme insbesondere für mich persönlich die erste Wahl sind. Das heißt nicht, dass sie dir ebenfalls gefallen müssen. Vermeide ergo niederschmetternde Worte über diese Programme, Dienste und sonstige Software. ;-)

http://www.poedit.net/
5Sep/100

Desktop-Individualisierung mit Gnome

Um deinem Gnome-Desktop eine individuelle Note zu verpassen, lade dir doch mal zur Abwechslung ein Icon-Set herunter, z.b. von GNOME-Look.org. Solche Icon-Themes zu aktivieren, ist schnell erledigt:

1. Herunterladen und speichern

Lade das gewünschte Theme herunter und entpacke es. Speichere das entpackte Theme-Verzeichnis in dein Home-Verzeichnis unter .icons/. Das Verzeichnis ist versteckt, möglicherweise existiert es aber auch nicht, in diesem Falle musst du es natürlich noch anlegen (vergiss dabei nicht den führenden Punkt am Verzeichnisnamen).

2. Einstellungen ändern

Nachdem nun das heruntergeladene Icon-Theme in ~/.icons/ liegt, öffne die "Erscheinungsbild-Einstellungen" (unter Fedora beispielsweise mit einem Rechtsklick auf den Desktop und dann auf den Menüpunkt "Desktop-Hintergrund ändern"). Wähle den Reiter "Thema" und suche dir ein geeignetes Thema aus, klicke anschließend auf den Button "Anpassen". Im sich nun öffnenden Dialog "Thema anpassen" wählst du den Reiter "Symbole". Jetzt suchst du nur noch das Icon-Set, welches du eben noch gespeichert hast und klickst es an.

Fertig.

4Sep/100

SVN ignore

Da die vor wenigen Wochen beschriebene SVN-Integration in den Nautilus keine Möglichkeit bietet, Dateien oder Verzeichnisse zu ignorieren, hilft nur noch ein Kommandozeilenbefehl.

Angenommen dein Projekt befindet sich unter SVN-Kontrolle und du hast ein Verzeichnis file_cache/ (unterhalb eines Verzeichnisses application/) sowie ein Verzeichnis logs/, so kannst du den Inhalt beider Verzeichnisse von der SVN-Kontrolle wie folgt ausschließen:

[arvid@C64 ~]$ cd devel/meinprojekt
[arvid@C64 meinprojekt]$ svn propset svn:ignore "*" application/file_cache/
[arvid@C64 meinprojekt]$ svn propset svn:ignore "*" logs/

Der svn-propset-Befehl erwartet als Parameter also ein Muster der zu ignorierenden Datei/en (im Beispiel ein Sternchen "*" für alle Dateien) gefolgt vom Zielverzeichnis, in dem sich die zu ignorierenden Dateien befinden.

Schließlich muss die Änderung noch ins Repository eingecheckt werden.

[arvid@C64 meinprojekt]$ svn ci -m "kommentar"

Gefunden habe ich diese kurze Hilfe im Übrigen hier: devcha-Blog.