linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

24Mrz/112

Firefox 4 mit Verschlimmbesserungen

Bis einschließlich Firefox 3.6 konnte ich stets behaupten: Ich mag den Feuerfuchs so, wie er ist.

Mit dem Sprung zur 4. Version des Mozilla-Browsers hat sich in Firefox so manches geändert. Sicherlich vieles zum Guten, aber auch einiges zum Schlechten. Wenn nicht das, dann zumindest zur Verwunderung des Benutzers.

Und das mag ich teilweise nicht.

Statusleiste verschwunden

Mit der neuen Version ist zum Beispiel die Statusleiste abhanden gekommen. Stattdessen erfreut sich der Benutzer nun der neuen Add-on-Leiste, die eben nicht mehr die gewohnten Informationen anzeigt wie beispielsweise:

  • Ladebalken beim Aufrufen von Webseiten
  • Anzeigen des Linkziels beim Herüberfahren mit dem Mauszeiger über eine Verlinkung
  • und natürlich den aktuellen Status, z.B. "Fertig" für "Seite fertig geladen"

Verlinkung-Popup in Firefox 4

Der Ladebalken ist weniger mein Problem, aber insbesondere Zweites empfinde ich als nervig, da nun das Ziel eines Links in einem kleinen Popup in der linken unteren Ecke des Browser-Fensters erscheint. Das ist weitaus auffälliger und damit für mich störender als einfach die URL des Links, über dem sich der Mauscursor befindet, ganz dezent in der Statusleiste anzuzeigen, wie es immer schon war.

In diesem Falle hilft zum Glück das Addon "Status-4-Evar", welches noch weitere nützliche Einstellungsmöglichkeiten mitliefert.

Sitzung beim Schließen manuell speichern

Firefox: Sitzung beim Schließen speichern

Auch das Verhalten von Firefox hat sich mit dem Update geändert. Ich hatte zum Beispiel den Browser in der vorigen Version wie folgt konfiguriert:
Beim Schließen des Browsers mit mehreren offenen Tabs wurde ich von Firefox gefragt, ob die aktuelle Sitzung gespeichert werden soll. Nach dem Update auf die Version 4 ging diese Konfiguration verloren. Im Gegenzug wurde ich zwar gewarnt, dass ich gerade den Browser mit mehreren offenen Tabs schließen wolle, aber die Warnung alleine interessiert mich nicht (abgesehen davon hatte ich die Warnung in der Vorgängerversion deaktiviert).
Was ich genauso wenig möchte, ist die Einstellung, dass Firefox mit jedem Browser-Neustart die letzte Sitzung mit den offenen Tabs wieder herstellt. Das brauche ich nur manchmal, aber gewiss nicht immer. Deshalb verwende ich die genannte Funktion so gerne, die mich selbst entscheiden lässt, ob ich die offenen Tabs speichern oder einfach verwerfen und schließen möchte.

Auch in diesem Falle gibt es glücklicherweise eine Lösung, die allerdings die Änderung eines Eintrags in about:config erfordert. Suche dort nach der Einstellung browser.showQuitWarning und setze sie auf true, ein Doppelklick auf die entsprechende Zeile mit der Einstellung sollte genügen.

Hilft das nicht, so scheint irgendetwas anderes kaputt zu sein.

Fazit

Prinzipiell finde ich gut, sich im heiß umkämpften Browsermarkt einige Konzepte und Ideen anderer, erfolgreicher Browser anzueignen. Jedoch sollte man dann den Benutzer bei Änderungen von Funktionalität, Bedienbarkeit oder einfach nur vom Aussehen nicht vor vollendete Tatsachen stellen, sondern ihm den Freiraum bieten, selbst darüber zu entscheiden, ob er die Änderung annimmt oder eben nicht.

Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass Auswahlmöglichkeiten dieser Art eine Software unnötig aufblähen können. Man kann es eben nicht jedem Recht machen.
Zu einigen Änderungen muss man als Software-Hersteller scheinbar einfach mal Mut bekennen und die Sache durchziehen. Auch auf die Gefahr hin, jemandem wie mir damit keinen Gefallen zu tun.

Epilog

Ich persönlich empfand die genannten Änderungen (nagut, sagen wir mal die eine mit der Statusleiste) im Firefox der Version 4 zumindest als störend oder gar lästig. Nicht zuletzt, weil ich mir einen Kopf habe machen müssen, jene Anpassungen vorzunehmen, die meinen Vorlieben im Umgang mit dem Browser entsprechen. (Was schon mal doof ist, weil im Vorhinein bereits alles meinen Wunschvorstellungen gerecht werden konnte.) Obendrein veranlasst mich das Ganze, diesen Artikel zu schreiben, was ja gewissermaßen (unbezahlte) Arbeit ist. Aber hierfür trage ich wohl ausnahmsweise mal ganz alleine die Schuld. ;-)

Nach all dem Gemeckere möchte ich dennoch festhalten, dass ich Firefox für eine tolle Software halte. Nicht umsonst ist und bleibt vorerst Firefox meine erste Wahl in Sachen Webbrowser.

Firefox
22Mrz/110

Chromium für Fedora

In den Standard-Repositories von Fedora ist der Chromium-Browser nicht enthalten. Du kannst ihn stattdessen wie folgt installieren.

Begieb dich auf die Repositories-Seite von Fedora People und lade dir die repo-Datei für den Chromium-Browser herunter. Speichere die Datei zum Beispiel auf deinem Desktop.

1. Repo hinzufügen

Öffne nun ein Terminal und gib Folgendes ein:

[arvid@c64 ~]$ cd /etc/yum.repos.d/
[arvid@c64 yum.repos.d]$ sudo cp ~/Desktop/fedora-chromium.repo ./

Damit gelangst du zunächst in das Verzeichnis, in dem alle von yum registrierten Repositories liegen (also alle für deinen Rechner erfassten Quellen, von denen aus du Programme beziehen und installieren kannst). Anschließend kopierst du die repo-Datei, die du zum Installieren von Chromium benötigst, in dieses Verzeichnis.

Ohne Verzeichniswechsel

Alternativ kannst du natürlich auch auf den Wechsel in das genannte Repository-Verzeichnis verzichten und den Kopiervorgang direkt vor Ort und Stelle ausführen und dabei die Zielverzeichnisse entsprechend direkt angeben. Also Terminal öffnen und eingeben:

[arvid@c64 ~]$ sudo cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Befehl sudo nicht möglich?

Obacht, der sudo-Befehl klappt natürlich nur, wenn dein System-Benutzer entsprechend in der Datei /etc/sudoers aufgeführt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann probiere folgende Eingaben:

[arvid@c64 ~]$ su
Passwort: [hier das Passwort des root-Users eingeben]
[root@c64 arvid]# cp Desktop/fedora-chromium.repo /etc/yum.repos.d/

Du hast dir damit root-Zugang verschafft, in dem du dich als selbiger angemeldet hast und anschließend kopierst du, wie oben schon beschrieben, die repo-Datei in das nötige Zielverzeichnis.

2. Chromium installieren

Chromium Browser in Fedora installieren

Dem Paket-Installer ist das Repository (also die Paketquelle) für den Chromium-Browser jetzt bekannt. Du kannst ihn installieren, wie jedes andere gängige Programm auch.

Starte das Programm gpk-application über das Menü unter System > Administration > Software hinzufügen/entfernen und gib im Suchfeld "chromium" ein. Kurz warten, Häkchen setzen und "Anwenden" klicken, installieren lassen. Fertig.

20Mrz/110

Tastenkürzel im Nautilus

Gnomes Standard-Dateimanager Nautilus bietet einige nützliche Shortcuts.

Es folgen die von mir am häufigsten verwendeten Nautlius-Tastenkombinationen. Es sind bei Weitem nicht alle Tastaturkürzel aufgezählt, aber zumindest einige recht praktische, die dir als Linux-Noob vielleicht doch noch eine Hilfe sein können.

Verborgene Dateien anzeigen

Um versteckte Dateien und Verzeichnisse (jene mit einem Punkt im Namen beginnend) sichtbar zu machen, ist lediglich die Tastenkombination Strg+H (bzw. Ctrl+H) zu betätigen. Zum Verstecken der nun angezeigten Dateien muss erneut Strg+H gedrückt werden.

Verzeichnisse anlegen

Zum Anlegen eines Unterverzeichnisses im derzeit geöffneten Verzeichnis sind die Tasten Strg+Umschalt+N (bzw. Ctrl+Shift+N) zu drücken. Nur noch den Verzeichnisnamen eingeben, fertig.

Navigieren

In das in der Verzeichnishierarchie höher gelegene Verzeichnis gelangst du mit Alt+PfeiltasteHoch (bzw. Alt+Up). In das zuletzt angesehene Verzeichnis kommst du mit der Tastenkombination Alt+PfeiltasteLinks (bzw. Alt+Left), wieder nach vorne navigieren kann man mit Alt+PfeiltasteRechts (bzw. Alt+Right).

Dateien und Verzeichnisse nach Namen auswählen

Sind dir die Namen deiner Verzeichnisse und Dateien bekannt, kannst du direkt die ersten Buchstaben der entsprechenden Namen eintippen, einfach so und ohne zusätzliche Shortcuts. Die Dateien und Verzeichnisse, auf welche die von dir eingegebenen Anfangsbuchstaben passen, kannst du nun mit den Pfeiltasten Hoch und Runter (bzw. Up/Down) auswählen. Die übrigen Dateien werden damit bei der Auswahl ignoriert, diese Einschränkung kann durch Drücken der Escape-Taste wieder aufgehoben werden.

Splitscreen benutzen

Um dem Nautlius einen Hauch von Nortan Commander und Co. zu verleihen und eine zweispaltige Ansicht zu aktivieren, ist schlicht die Taste F3 zu drücken. Zwischen den beiden Spalten kann neben der Verwendung der Maus mit F6 hin und her gewechselt werden.

Dateien endgültig löschen

Für sofortiges Löschen von Dateien (Papierkorb wird umgangen) ist nach Markieren der entsprechenden Dateien die Tastenkombination Umschalt+Entf (bzw. Shift+Del) zu betätigen. Achtung, die gelöschten Dateien landen nicht im Papierkorb! Benutzung auf eigene Verantwortung.

Dateien umbenennen

Einer der Klassiker, die auch im Dateiexplorer von Microsoft Windows auf diese Weise funktionieren, ist das Umbennen von Verzeichnissen und Dateien, dies erreichst du durch Drücken der Taste F2.

Eigenschaften anzeigen

Um dir von markierten Dateien und Verzeichnissen die Eigenschaften anzeigen zu lassen, musst du (wenn du gerade keine Lust auf einen Rechtsklick mit deiner Maus hast) Alt+Eingabe (bzw. Alt+Enter) drücken.

18Mrz/110

Farbschemen in gedit einbinden

Neben den vorinstallierten Farbprofilen für Code-Highlighting in gedit lassen sich weitere Farbprofile installieren. Diese, wie sie eigentlich genannt werden, Style Schemes sind nichts weiter als XML-Dateien und lassen sich entsprechend einfach in gedit einbinden.

Style Schemes installieren

Nach Herunterladen der entsprechenden XML-Datei für dein favorisiertes Farbschema kopierst du die XML-Datei in folgendes Unterverzeichnis in deinem Home-Verzeichnis:

~/.local/share/gtksourceview-2.0/styles

Einen Neustart von gedit vorausgesetzt, kannst du nun im Menü unter "Bearbeiten" > "Einstellungen" im Reiter "Schrift und Farben" dein neues Farbschema auswählen.

Style Schemes editieren

Da XML-Dateien mit einfachen Texteditoren (wie z.B. gedit ;-) editiert werden können, kannst du Farbschemen, die du auf diese Weise in gedit einbindest, spielend einfach bearbeiten. Damit kannst du die Farben für das Syntax Highlighting nach eigenem Belieben anpassen.

Screenshot von gedit mit Farbschema "Dueddel"

Mein eigenes Farbschema

Ich habe mir von der oben verlinkten Liste mit den downloadbaren Style Schemes den "Vibrant"-Style zu Herzen genommen, weil mir dieser am besten gefiel, allerdings habe ich ihn ein klein wenig editiert. Hier kannst du meine Version des Vibrant-Styles herunterladen.

~/.local/share/gtksourceview-2.0/style

17Mrz/110

Plugins in gedit einbinden

Dem geneigten Gnome-User dürfte der Texteditor gedit nicht gerade fremd sein. Um gedit ein wenig zu pimpen, lassen sich Plugins installieren, gedit bringt dafür bereits von Haus aus einige nützliche Plugins mit. Diese und weitere kannst du auf der Plugin-Seite von gedit einsehen.

Aber wie installiert man diese Plugins, die nicht Teil der Standardinstallation von gedit sind?
Das ist glücklicherweise einfach erklärt:

  1. Plugin(s) herunterladen
  2. Plugin(s) im Home-Verzeichnis ins entsprechende Unterverzeichnis kopieren
  3. Plugin(s) in gedit aktivieren

Fertig.

1. Plugins herunterladen

Von der genannten Plugin-Seite (Link siehe oben) kannst du nach einigem Herumstöbern die von dir gewünschten Plugins beziehen. Welche dir gefallen, solltest du wie jeder andere auch am besten selbst entscheiden. Ich persönlich mag das trailsave-Plugin, welches beim Speichern automatisch sämtliche überflüssige Whitespaces aus der Datei entfernt (also z.B. Leerzeichen und Tabs am Ende einer Zeile), darüber hinaus finde ich auch das Smart Highlighting-Plugin sehr praktisch, bei welchem durch Markieren eines Wortes sämtliche Vorkommen des selben Wortes in der geöffneten Datei hervorgehoben werden.

Wie auch immer - wichtig ist, dass das heruntergeladene Plugin zwei Bestandteile aufweist:

  1. eine Datei <pluginname>.gedit-plugin
  2. sowie eine Datei <pluginname>.py oder stattdessen ein Verzeichnis <pluginname>/

2. Plugins installieren

Die heruntergeladenen Plugin-Dateien sind in dein Homeverzeichnis zu kopieren, genauer gesagt nach:

~/.gnome2/gedit/plugins

Bei mir ist das z.B. das Verzeichnis /home/arvid/.gnome2/gedit/plugins.

3. Plugins aktivieren

Plugins-Einstellungen in gedit

Zu guter Letzt ist gedit neu zu starten und im Menü unter "Bearbeiten" > "Einstellungen" im Reiter "PLugins" das installierte Plugin zu aktiveren.

15Mrz/110

Videoplayer in Youtube mit lila Overlay

Eine ungünstige Kombination von installierter Flash-Version, einer Änderung auf Youtube und der eigenen Grafikkarte scheint laut Angabe des Linux-Blogs "Web Update" die Ursache für eine fehlerhafte Darstellung der Videos auf Youtube zu sein. Videos auf Youtube werden von einer Art lila farbenem Schleier bedeckt.
Hier findest du die entsprechende Bug-Meldung zum Adobe Flash Player. Ich selbst war auch davon betroffen - über das gesamte Video zog sich eine nicht sehr ansehnliche Schicht Magenta.

Flash-Einstellungen für Hardware Beschleunigung

Bei mir ließ sich der Anzeigefehler, wie im Web-Upd8-Artikel beschrieben, einfach durch Deaktiveren der Hardware-Beschleunigung im Flash beheben.

Es sei erwähnt, dass häufig davon die Rede zu sein scheint, es handele sich bei den Betroffenen zumeinst um Ubuntu-Benutzer, aber dem ist augenscheinlich nicht so - Ich benutze nach wie vor Fedora und hatte das gleiche Problem. Vermutlich liegt die Ursache solcher Meldung einfach an der Vielzahl der Ubuntu-Benutzer (ist ja auch zweifelsohne eine sehr gute Distribution).