tar.gz – Wie war das noch gleich?
Viele (mich eingeschlossen) vergessen immer wieder, wie tar.gz-Dateien zu entpacken sind. Jedoch vorab an dieser Stelle nochmal ein ganz kurzer Exkurs zum Thema:
Was ist tar.gz überhaupt?
Zunächst muss man wissen, dass man es mit zwei verschiedenen Dateitypen zu tun hat. Zum Einen mit tar und zum Anderen mit gz. Klingt jetzt lapidar und überflüssig, ist aber eine wichtige Erkenntnis im Umgang mit tar.gz.
tar-Archiv
Das tar-Archiv -der geneigte Linux-Pro nennt es übrigens Tarball- ist grundsätzlich unkomprimiert. Es ist also in der Dateigröße nicht kleiner als die Original-Dateien, die in das Archiv eingepackt wurden. Ein Tarball ist lediglich eine Art Container, in den Dateien hineingeworfen werden können.
gz-Datei
Die Dateiendung .gz lässt auf ein sogenanntes gzip schließen. Ähnlich einem zip dient gzip der Kompression von Dateien (aber bitte nicht gzip mit zip verwechseln, das sind unterschiedliche Verfahren, sie basieren nur auf dem gleichen Algorithmus). Gzip kann allerdings nur eine einzelne Datei komprimieren. Und so erschließt sich langsam der Sinn hinter all den tar.gz-Dateien...
1 und 1 zusammenzählen
Dateien mit der Endung .tar.gz sind folglich eine Sammlung von Dateien als Tarball gespeichert und anschließend mit gzip komprimiert. Das ist auch schon alles.
Eine prima Veranschaulichung dessen findest du in der Wikipedia zum Thema tar. Ergänzend dazu sei noch der entsprechende Artikel zu gzip erwähnt.
Wie entpackt man das?
Kommen wir mal langsam zum Punkt. So gehts...
Der nicht ganz so kurze Weg
Entpacken lässt sich ein tar.gz wie folgt in zwei Schritten.
Zunächst ist das gzip zu dekomprimieren:
[arvid@C64 ~]$ gunzip deine-datei.tar.gz
Anschließend ist der bei der Dekompression entstandene Tarball auszupacken:
[arvid@C64 ~]$ tar xfv deine-datei.tar
Und damit ist deine-datei.tar.gz nun dekomprimiert uns ausgepackt. Fertig.
Der ganz kurze Weg
Beide Schritte in einem Rutsch abzuarbeiten, lässt sich mit dem Befehl tar und dem zusätzlichen Parameter -z erledigen:
[arvid@C64 ~]$ tar xfvz deine-datei.tar
Ein Aufruf des Befehls
[arvid@C64 ~]$ tar --help
offenbart uns -in der Konsolenausgabe zum Abschnitt "Kompressionsoptionen" gescrollt- sogar, welchen Nebeneffekt der neue Parameter hatte. Der tar-Befehl selbst lässt die Datei durch gunzip laufen, der manuelle Aufruf des gunzip-Befehls fällt daher weg.
Und wie verpackt man das?
Bevor ich noch weitere Infos abschreibe, möchte ich dich mal an folgenden Blog verweisen, auf dem das in aller Kürze zusammengefasst ist: tar.gz verpacken und entpacken auf miZine