linux|n00b Linux für Ein- und Umsteiger

26Sep/100

Mehrere Java-Installationen nebeneinander

Hier möchte ich dir einen kleinen Wink geben, damit du weißt, wie du die offizielle Java Umgebung von Oracle parallel zum quelloffenen OpenJDK IcedTea installierst.

Wie geht das?

Das Wichtigste gleich auf den Punkt gebracht:

Schau dir diese erstklassige Anleitung zum Thema auf If not True then False an. Dort erfährst du, wie du neben dem OpenJDK das JDK von Oracle (bzw. Sun Microsystems) installieren kannst.

Im Grunde sind es nur drei einfache Schritte:

  1. Installationsdatei für JRE bzw. JDK herunterladen (rpm.bin-Datei)
  2. Installationsdatei ausführen
  3. "alternatives"-Befehl bemühen, um neues JRE/JDK zu aktivieren

Aber wie gesagt - Details entnimmst du besser der genannten Anleitung von "if !1 0".

Warum geschlossenes, statt quelloffenes Java?

Gute Frage - Ich bin auch ein großer Freund quelloffener Software, üblicherweise ziehe ich Open Source-Projekte den geschlossenen Projekten vor. Dennoch - es gibt durchaus mal eine Ausnahme, wenn ich es als sinnvoll erachte.

Aus eigener Erfahrung kann ich zwei gute Gründe nennen, weshalb sich zumindest für mich die Installation des Oracle JDK (bzw. der JRE) lohnt.

  1. Wie schon im Artikel zum auf Java basierenden TV-Browser geschildert, hat das OpenJDK Anzeigeprobleme bei den System-Tray-Menüs.
  2. Darüber hinaus ist die Verarbeitung von Java-Programmen, zumindest für den JDownloader (andere Vergleiche liegen mir bisher nicht vor), sehr langsam.

Ob es weitere Einschnitte bei Java-Programmen gibt, die dem OpenJDK verschuldet sind, weiß ich nicht. Für Ergänzungen bin ich natürlich immer zu haben.

http://www.linuxn00b.de/2010/09/10/immer-auf-dem-laufenden-mit-tv-browser/
25Sep/100

Immer auf dem Laufenden mit TV-Browser

TV-Zeitschriften (TV Movie und Co.) sind etwas Feines. TV-Programmübersichten im Internet (tvtv.de und Co.) sind noch feiner. Das Feinste ist jedoch der TV-Browser.

Mit ihm hat man nicht nur eine Programmübersicht, mit ihm hat man die volle Kontrolle über selbige. Außerdem ist der TV-Browser unglaublich umfangreich mit Sendern und Plugins ausgestattet. Die Statistiken sprechen dabei für sich (siehe Startseite der TV-Browser Homepage).

Wow, was der alles kann...!

Screenshot: TV-Browser

Screenshot: TV-Browser

Der TV-Browser ist absolut frei konfigurierbar, unzählige Einstellungsmöglichkeiten erfüllen -das TV-Programm betreffend- jeden erdenklichen Wunsch. Vom Anzeigen deiner Lieblingssender über das Bewerten von TV-Sendungen, das Beauskunften von Filmpreisen bis hin zur Erinnerungsfunktion ist alles dabei, was eine TV-Zeitschrift auch kann und darüber hinaus noch viel mehr. Die richtige Konfiguration vorausgesetzt, kann der TV-Browser sogar externe Programme starten, um die Aufnahme einer Sendung zu kontrollieren.

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Screenshot: System-Tray-Menü des TV-Browsers

Mein Tipp

Lass das Programm immer minimiert laufen und lasse dir immer nur mit Rechtsklick auf das System-Tray-Icon des TV-Browsers eine kurze Übersicht der laufenden Sendungen anzeigen. Auch hier gilt der Anspruch der Entwickler, dem Benutzer freie Wahl für die Konfiguration zu lassen.

Übrigens, bei all der freien Wahl und den vielen Einstellungsmöglichkeiten sind die Einstellungen sehr geordnet, übersichtlich und damit sehr benutzerfreundlich.

Schlussendlich viele Pluspunkte, die mich geradezu nötigten, den TV-Browser zu empfehlen. Daher viel Spaß damit! :-)

Voraussetzung: Java

Damit der TV-Browser läuft, muss auf dem Zielsytem Java installiert sein. Stelle daher sicher, dass du eine JRE (Java Runtime Environment, also eine Java-Laufzeitumgebung) installiert hast. Bei einigen Linux-Distributionen ist Java vielleicht bereits vorinstalliert. Ein Test auf der Konsole offenbart dir, ob Java installiert ist oder nicht:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_21"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_21-b06)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 17.0-b16, mixed mode, sharing)

Ist die Java-Frage geklärt, kann es auch schon losgehen: Herunterladen, installieren, starten, sich freuen (Installationsanweisungen siehe Webseite).

Achtung: Java ungleich Java

Bei Distributionen wie Fedora wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die übliche JRE von Oracle (ehemals von Sun Microsystems) mitgeliefert, sondern eine OpenSource-JRE. Das erkennst du, wenn du (sofern Java installiert ist) bei der Java-Prüfung ein der folgenden Ausgabe ähnliches Resultat erhälst:

[arvid@C64 ~]$ java -version
java version "1.6.0_18"
OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.8) (fedora-36.b18.fc11-i386)
OpenJDK Client VM (build 14.0-b16, mixed mode)

Problem? Nein, nicht direkt. Die OpenSource-Variante kann fast alles, was man für Java-Anwendungen braucht. Aber eben doch nur fast.

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Screenshot: System-Tray des TV-Browsers mit Anzeigeproblemen

Alles funktioniert tippi toppi mit der JRE des OpenJDK. Bei der Nummer mit dem System-Tray jedoch werden möglicherweise die Labels zu den laufenden Sendungen nicht angezeigt. Was zurück bleibt, sind farbige Balken, denen man lediglich noch entnehmen kann, zu welchen Sendern sie gehören, aber keinesfalls, welche Filme gerade laufen.

"Lies dich schlau im Internet" half mir, die Erkenntnis zu gewinnen, dass dieses Phänomen der fehlerhaften Anzeige kein Bug im TV-Browser ist (wovon ich eine Zeit lang ausging), sondern dass es sich um einen Fehler in eben jenem OpenJDK handelt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Willst du den TV-Browser immer im vollen Fenster benutzen, mach dir über das OpenJDK keinen Kopf.
Möchtest du den TV-Browser hingegen minimiert betreiben und häufig das Rechtsklick-Menü im System-Tray in Anspruch nehmen, dann installier dir auf jeden Fall die "echte" JRE von Oracle.

http://www.tvbrowser.org/
21Sep/100

pyRenamer für Fedora 13

Nachdem ich nun Fedora 13 installiert und damit das bis dato bei mir installierte Fedora 11 endlich abgelöst habe, erschlug mich beinahe folgende Erkenntnis:

Kein pyRenamer für Fedora 13?

Augenscheinlich gibt es das Paket "pyrenamer" in den Repositories für Fedora 13 (noch?) nicht. Entweder hat sich darum niemand gekümmert oder es sollte einfach aus den Repositories verschwinden. Warum auch immer - ich finde es schade, denn ich mag den pyRenamer wirklich gern wegen seines praktischen Nutzens für mich.

Zum Glück wurde ich jedoch im Fedora-Forum fündig, in dem es hieß, der pyRenamer funktioniere auch, wenn man einfach eine ältere Version für z.B. Fedora 12 installiert.

Gesagt. Getan. Und siehe da: Der pyRenamer läuft. Alles wunderbar. :-)

21Sep/100

Software für (m)eine blanke Neuinstallation

Anlässlich meiner Neuinstallation von Fedora möchte ich die Gelegenheit nutzen, um eine Liste nützlicher Programme und Dienste anzufertigen, mit deren Hilfe ich beim nächsten Mal nicht so viel überlegen muss, was ich alles an Software brauche und was nicht. (Hoffentlich gibt es dieses nächste Mal der kompletten Neuinstallation nicht, sondern lässt sich durch ein erfolgreiches Systemupdate vermeiden)

Diese Liste soll in erster Linie mir selbst helfen, mich zu erinnern und erst in zweiter Instanz dir Inspiration geben, Software kennenzulernen, mit der du vielleicht noch keine Bekanntschaft gemacht hast.
Also stelle bitte die Auswahl der Programme nicht gleich in Frage, wenn du glaubst, bessere zu kennen. Ich habe die meisten Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Software ganz bewusst getroffen.

Im Übrigen werde ich die folgenden beiden Listen in unregelmäßigen Abständen kommentarlos kürzen oder erweitern, wenn ich andere Tools zu verwenden beginne oder mich von diversen Programmen verabschieden und distanzieren möchte. Die Einträge der Listen unterliegen keiner Priorisierung/Ordnung, die Reihenfolge ist also zufällig.

Must Have

Folgende Tools sind für mich ein absolutes Muss, da ich sie mindestens gelegentlich, teils sogar sehr häufig und regelmäßig verwende:

  1. wget
  2. vim
  3. GraphicsMagick
  4. Subversion
  5. GnubVersion
  6. Firefox + Addons (Adblock Plus, Cache löschen, Download Statusbar, Fast Dial, Firebug, Flagfox, Locationbar², Pearl Crescent Page Saver Basic, Web Developer, Xmarks YSlow, ggf. noch einige andere)
  7. Thunderbird + Addons (eigentlich nur Lightning)
  8. Pidgin
  9. FileZilla
  10. Liferea
  11. mpd, mpc, gmpc (Fedora-User sollten den Abschnitt "PulseAudio" unter http://mpd.wikia.com/wiki/Configuration beachten)
  12. GIMP
  13. Inkscape
  14. Meld
  15. Poedit
  16. Texmaker
  17. PDF Chain
  18. pyRenamer
  19. nautilus-actions
  20. VLC
  21. TV-Browser
  22. JDownloader
  23. Java
  24. Adobe Flash
  25. XAMPP oder statt Apache auch Lighttpd
  26. diverse Browser zum Testen von Webseiten (Opera, Arora, Midori, Epiphany, ...)
  27. gedit-plugins

May Have

Bei Bedarf nutze ich (einige nutzte ich nur in der Vergangenheit) auch noch folgende Tools:

  1. VirtualBox OSE
  2. F-Spot
  3. OpenOffice.org
  4. POV-Ray
  5. Blender
  6. Audacity
  7. gFTP (z.B. als Ausweichmöglichkeit für FileZilla)
  8. MusicBrainz Picard
  9. Conky
  10. Docky
  11. DVDStyler
  12. HTTrack

Ich möchte daran erinnern, dass die genannten Programme insbesondere für mich persönlich die erste Wahl sind. Das heißt nicht, dass sie dir ebenfalls gefallen müssen. Vermeide ergo niederschmetternde Worte über diese Programme, Dienste und sonstige Software. ;-)

http://www.poedit.net/
20Sep/100

Fedora 13 endlich installiert

Nachdem ich mir aus in diesem Artikel genannten Gründen eine neue Festplatte gekauft habe, schaffte ich es vor wenigen Tagen endlich, Fedora 13 zu installieren.

Neben den Festplattenproblemen hatte ich auch noch Probleme mit der gebrannten Live-CD, wie ich feststellen musste. Den Brenn- und Installationsvorgang musste ich daher wiederholen, da sich auf dem CD-Rohling ein Fehler einschlich. Zur Sicherheit brannte ich sie dann nicht mehr mit maximaler Brenngeschwindigkeit, was schließlich auch zum Erfolg führte.

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Screenshot: fehlgeschlagene Fedora-13-Installation

Der auf dem Bildschirmfoto (ja, das kann man wohl wörtlich nehmen) erkennbare Installationsfehler trat mit der neu gebrannten Live-CD fortan nicht mehr auf.

Damit sage ich "Lebe wohl" zur Version 11 und "Herzlich willkommen" zur Version 13.

Um mein Urteil zur aktuellen Version kurz zu machen:
Man spürt duchaus einige Veränderungen im Gegensatz zu Fedora 11, darunter die überarbeiteten Bildschirmeinstellungen oder die neuen Farbprofile. Auch die anderen, erhältlichen Pakete der Softwareprogrammierer außerhalb der Fedora-Community haben sich weiterentwickelt, wie zum Beispiel die nautlius-actions.

Um mein Urteil noch kürzer zu machen:
I like it.

In diesem Sinne - ich wünsche mir viel Spaß mit F13, wenngleich auch bald schon die 14er Version released wird.

8Sep/100

Fedora auf neueste Version aktualisieren

Wenn du noch auf einer älteren Fedora-Version sitzt, zeige ich dir hier, wie du deinem System ein Update verpassen kannst ohne die Notwendigkeit einer kompletten Neuinstallation. Dadurch bleibt dir erspart, dass deine Daten gelöscht würden.

Eine Sache möchte ich dennoch unbedingt voraus stellen: Egal, wie zuverlässig der Update-Vorgang auch sein mag. Ich empfehle dir grundsätzlich, eine Sicherung deiner wichtigsten Daten zu machen. Kopiere zum Beispiel dein Benutzerverzeichnis aus /home auf eine externe Festplatte oder brenne es auf DVD oder sonstwohin. Das Gleiche tust du mit anderen Verzeichnissen, von denen du weißt, dass sie wichtige Dateien enthalten, die du unbedingt noch brauchst. In der Regel sollte das Home-Verzeichnis für ein Backup genügen.
Warum du das machen solltest, wenn das Update doch so gut funktioniert? Das verrate ich dir weiter unten.

1. Update-Programm starten

Rufe das Programm preupgrade auf. Über das Terminal oder auch über "Anwendung ausführen" kannst du es starten.

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

Screenshot: gnome-do mit dem Befehl preupgrade

2. Los geht's

Folge jetzt nur noch den Anweisungen des Programms. (Ich denke, es ist selbstverständlich, dass du während der ganzen Prozedur online sein solltest.)

Screenshot: preupgrade

Screenshot: preupgrade

3. Version auswählen

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version

Mit Klick auf die Checkbox erhälst du auch die Möglichkeit, das aktuelle Test-Release der nächsten Fedora-Version zu installieren. Achtung, damit sollte man vorsichtig sein, da Testversionen bekanntlich noch in der Entwicklungsphase stecken und evtl. fehlerhaft sein können.

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

Screenshot: preupgrade mit Auswahl der Fedora-Version, inkl. Testversion

4. Warten

Anschließend geht's auch schon in die Vollen.

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Screenshot: preupgrade mit Update-Vorbereitungen

Das könnte jetzt noch einen Moment dauern, während preupgrade diverse Informationen sammelt und letzten Endes die Programmpakete herunterlädt.

5. Neustart und nochmal warten

Ist der Vorgang beendet, muss noch dein Rechner neu hochgefahren werden. Nun beginnt der eigentliche Installationsvorgang der Fedora-Aktualisierung. Dieser geht ähnlich unkompliziert von Statten wie das Pre-Upgrade.

Ist alles überstanden, kannst du ein neues Fedora dein eigen nennen.

Zum Glück...

...hatte ich ein Backup angefertigt. Während des Installationsvorgangs im Anschluss des PC-Neustarts brach die Verarbeitung mit einem "Fatal Error" ab. War natürlich doof so mittendrin.

Resultat des Ganzen: Fedora war futsch, beim Booten des Rechners hängte sich Fedora einfach auf. Mir blieb mit meinen N00b-Kenntnissen leider nicht die Möglichkeit, da etwas zu zaubern. Also fühle dich bitte ermutigt, ein Backup zu machen, bevor du ein Systemupdate durchführst.

Und wo lag jetzt das Problem?

Nun, meine Festplatte -das wusste ich auch schon lange- hat diverse Sektorenfehler. Diese hatte sie bereits damals, als ich Fedora installiert habe (die Festplatte ist ja auch schon eine alte Dame mit ihren ca. 6 Jahren und einer stetig hohen Auslastung über den gesamten Zeitraum, deshalb nehme ich ihr das ganz sicher nicht böse).
Ich ignorierte jedoch die Sektorenfehler und installierte dennoch die seinerzeit aktuelle Version Fedora 11. Bis heute verdrängte ich die Gedanken daran immer mehr ins Hinterstübchen, wo sie langsam einzustauben begannen.

Die Installation von Fedora 11 schien sich an den Sektorenfehlern nicht zu stören und so hatte ich nie Probleme damit. Aber bei der Aktualisierung auf Fedora 13 stieß die ganze Sache wohl doch noch sauer auf.

Wenn du dich jetzt fragst, ob nicht vielleicht auch der Sprung von gleich 2 Versionen (F11 auf F13) der Grund für den "Fatal Error" sein könnte, tendiere ich eher dazu, dies zu verneinen. Denn der dem Update gefolgte Versuch, das System tatsächlich komplett neu zu installieren, also mein geliebtes F11 dabei zu plätten, schlug ebenso fehl. Diesmal erhielt ich von der Installationsroutine sogar noch die Bestätigung, der Fehler könnte am Medium liegen.

Unter'm Strich lege ich das nun unter "Erfahrungen" ab und werde mir gezwungenermaßen eine neue Festplatte kaufen müssen, daran führt kein Weg vorbei (und bis dahin werde ich wohl erstmal keine neuen Blog-Artikel schreiben...).

Daher als Schlusssatz nochmals der eindringliche Merksatz: Vor einem Update erstelle stets Sicherungskopien deiner Daten.

6Sep/100

Browserkennung im Firefox ändern

Webserver sind in der Lage, einige Daten deines Systems zu ermitteln. Diese schickt dein Feuerfuchs nämlich ganz freizügig an die Server der Webseiten, die du ansteuerst. Es sind nicht viele Infos, die dein Browser sendet, aber ausreichenden Aufschluss über dein System können sie geben. Zur Browserkennung gehören natürlich die Art und Version des Browsers, aber auch Informationen zu deinem Betriebssystem. Beispiele dafür können sein:

Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de; rv:1.9.1.9) Gecko/20100330 Fedora/3.5.9-1.fc11 Firefox/3.5.9
Mozilla/5.0 (Macintosh; U; Intel Mac OS X 10.6; de; rv:1.9.2.8) Gecko/20100722 Firefox/3.6.8

Unschwer erkennbar sind unter Anderem die Distribution ("Fedora", auch die Version "fc11") und sogar Hinweise auf die Systemarchitektur (siehe in der Klammer: "Linux i686", also ein Prozessor der x86-Reihe von Intel).

Weshalb denn überhaupt ändern?

Sind das Dinge, die einer Webseite bekannt sein sollten, nur um etwas HTML auszuspucken?

Es obliegt einzig dem Willen der Webseitenprogrammierer, was die entsprechenden Webserver mit diesen Erkenntnissen über dein System anfangen.

  • Steigerung des Komfort
    • Ausnutzen browserspezifischer Möglichkeiten für bessere Interaktion mit der Webseite
    • Websurfen kann dadurch angenehmer werden und mehr Spaß machen
    • jawoll, das finden wir total gut
  • statistische Erhebungen
    • Ermitteln der User-Anazhl, welche Firefox, Opera und Co. verwenden oder Linux, MacOS, Windows, etc.
    • du wirst ungefragt Teil einer Statistik
    • hmm naja, das finden wir solala, aber ist nicht so sehr schlimm
  • böswillige Absichten
    • Auswählen einer bekannten Sicherheitslücke, die evtl. auf deine Systemkonfiguration passen könnte
    • Ausnutzen dieser Lücke für einen digitalen Angriff auf deinen Rechner (welcher Art dieser Angriff auch immer sein möge)
    • au Backe, das finden jetzt aber wir wirklich doof
  • und so weiter ...

Die Preisgabe deiner Systeminformationen kann dich unter Umständen und mit einer Extraportion Pech zur Zielscheibe für Cyberattacken (geiles Wort ;-)) machen. Es liegt also auf der Hand, zumindest keine sicherheitsrelevanten Informationen offenbaren zu wollen. Die Angaben deiner Browserkennung müssen geändert werden, damit kein Webserver dieser Welt mehr zu erkennen in der Lage ist, welches Betriebssystem und dergleichen du nutzt.

Und wie ändert man das?

Bevor ich mich selbst noch in Worten verliere (eh schon zu spät), die ohnehin bereits zu Hauf im WWW verfügbar sind, hier ein paar Links, bei denen du die Antwort auf jene Frage erhälst:

Zwischen Sicherheit und Benutzbarkeit

Kleiner Tipp: Wenn du deine Browserkennung verschleierst, vermeide es besser, Werte jenseits der echten Browserkennungen zu nehmen. Also keine Fantasienamen, sondern wenigstens einen Teil der echten Kennung, zum Beispiel nur den Wert:

Mozilla/5.0

Du möchtest lieber "blabla" eintragen? Warum also Mozilla angeben?

Ganz einfach:
Einige Webseiten nehmen bei unbekannten Browserkennungen schlicht an, es handele sich um ein mobiles Gerät (Handy oder Ähnliches). Daraufhin wählen sie eine andere Darstellung, die auf diese Mobilgeräte-Browser optimiert ist (kleine Schriften, weniger lange Texte etc.).
Das ist dann zwar für dich eine sehr sicherheitsorientierte Einstellung, weil niemand mehr auch nur im Ansatz deinen Browser ermitteln kann, aber das macht andererseits die Benutzung jener Webseiten nur bedingt angenehm auf einem großen Monitor.

Als Beispiel kann ich AlltheWeb.com nennen. Probiere es mal aus. Ändere deine Browserkennung (wie in obigen Links beschrieben) auf eine unbekannte Kennung (nimm einfach deinen Namen oder besagtes "blabla") und besuche AlltheWeb. Probiere es anschließend erneut mit der Kennung Mozilla/5.0 aus. Der Unterscheid wird dir sicher auffallen.

Deshalb empfehle ich wieder ein Stückchen in Richtung Benutzbarkeit zu rutschen. Und mal unter uns Pastorentöchtern: eine sicherheitsrelevante Einschränkung ist das wirklich nicht. Du musst nichts Schlimmes dadurch fürchten. Denn sehr viele Browser verwenden Mozilla/5.0 als Präfix für ihre Browserkennung.
Das heißt übrigens nicht, dass die alle etwas mit Mozilla zu tun haben, es geht dabei um eine Kompatibilitätsfrage, wobei diese Angabe in modernen Browsern eher nur noch historische Gründe hat und nicht mehr verwendet wird. Infos gibt's auf User Agent String.Com.

Jemand anderes sein

Du kannst auch ganz frech sein und dir eine Browserkennung zulegen, die so überhaupt gar nicht auf dein System passt.

Mozilla/5.0 (compatible; MSIE 9.0; Windows NT 6.1; Win64; x64; Trident/5.0; .NET CLR 2.0.50727; SLCC2; .NET CLR 3.5.30729; .NET CLR 3.0.30729; Media Center PC 6.0; Zune 4.0; Tablet PC 2.0; InfoPath.3; .NET4.0C; .NET4.0E)

Das liegt nun ganz bei dir. :-)

5Sep/100

Desktop-Individualisierung mit Gnome

Um deinem Gnome-Desktop eine individuelle Note zu verpassen, lade dir doch mal zur Abwechslung ein Icon-Set herunter, z.b. von GNOME-Look.org. Solche Icon-Themes zu aktivieren, ist schnell erledigt:

1. Herunterladen und speichern

Lade das gewünschte Theme herunter und entpacke es. Speichere das entpackte Theme-Verzeichnis in dein Home-Verzeichnis unter .icons/. Das Verzeichnis ist versteckt, möglicherweise existiert es aber auch nicht, in diesem Falle musst du es natürlich noch anlegen (vergiss dabei nicht den führenden Punkt am Verzeichnisnamen).

2. Einstellungen ändern

Nachdem nun das heruntergeladene Icon-Theme in ~/.icons/ liegt, öffne die "Erscheinungsbild-Einstellungen" (unter Fedora beispielsweise mit einem Rechtsklick auf den Desktop und dann auf den Menüpunkt "Desktop-Hintergrund ändern"). Wähle den Reiter "Thema" und suche dir ein geeignetes Thema aus, klicke anschließend auf den Button "Anpassen". Im sich nun öffnenden Dialog "Thema anpassen" wählst du den Reiter "Symbole". Jetzt suchst du nur noch das Icon-Set, welches du eben noch gespeichert hast und klickst es an.

Fertig.

4Sep/100

SVN ignore

Da die vor wenigen Wochen beschriebene SVN-Integration in den Nautilus keine Möglichkeit bietet, Dateien oder Verzeichnisse zu ignorieren, hilft nur noch ein Kommandozeilenbefehl.

Angenommen dein Projekt befindet sich unter SVN-Kontrolle und du hast ein Verzeichnis file_cache/ (unterhalb eines Verzeichnisses application/) sowie ein Verzeichnis logs/, so kannst du den Inhalt beider Verzeichnisse von der SVN-Kontrolle wie folgt ausschließen:

[arvid@C64 ~]$ cd devel/meinprojekt
[arvid@C64 meinprojekt]$ svn propset svn:ignore "*" application/file_cache/
[arvid@C64 meinprojekt]$ svn propset svn:ignore "*" logs/

Der svn-propset-Befehl erwartet als Parameter also ein Muster der zu ignorierenden Datei/en (im Beispiel ein Sternchen "*" für alle Dateien) gefolgt vom Zielverzeichnis, in dem sich die zu ignorierenden Dateien befinden.

Schließlich muss die Änderung noch ins Repository eingecheckt werden.

[arvid@C64 meinprojekt]$ svn ci -m "kommentar"

Gefunden habe ich diese kurze Hilfe im Übrigen hier: devcha-Blog.

3Sep/100

tar.gz – Wie war das noch gleich?

Viele (mich eingeschlossen) vergessen immer wieder, wie tar.gz-Dateien zu entpacken sind. Jedoch vorab an dieser Stelle nochmal ein ganz kurzer Exkurs zum Thema:

Was ist tar.gz überhaupt?

Zunächst muss man wissen, dass man es mit zwei verschiedenen Dateitypen zu tun hat. Zum Einen mit tar und zum Anderen mit gz. Klingt jetzt lapidar und überflüssig, ist aber eine wichtige Erkenntnis im Umgang mit tar.gz.

tar-Archiv

Das tar-Archiv -der geneigte Linux-Pro nennt es übrigens Tarball- ist grundsätzlich unkomprimiert. Es ist also in der Dateigröße nicht kleiner als die Original-Dateien, die in das Archiv eingepackt wurden. Ein Tarball ist lediglich eine Art Container, in den Dateien hineingeworfen werden können.

gz-Datei

Die Dateiendung .gz lässt auf ein sogenanntes gzip schließen. Ähnlich einem zip dient gzip der Kompression von Dateien (aber bitte nicht gzip mit zip verwechseln, das sind unterschiedliche Verfahren, sie basieren nur auf dem gleichen Algorithmus). Gzip kann allerdings nur eine einzelne Datei komprimieren. Und so erschließt sich langsam der Sinn hinter all den tar.gz-Dateien...

1 und 1 zusammenzählen

Dateien mit der Endung .tar.gz sind folglich eine Sammlung von Dateien als Tarball gespeichert und anschließend mit gzip komprimiert. Das ist auch schon alles.

Eine prima Veranschaulichung dessen findest du in der Wikipedia zum Thema tar. Ergänzend dazu sei noch der entsprechende Artikel zu gzip erwähnt.

Wie entpackt man das?

Kommen wir mal langsam zum Punkt. So gehts...

Der nicht ganz so kurze Weg

Entpacken lässt sich ein tar.gz wie folgt in zwei Schritten.
Zunächst ist das gzip zu dekomprimieren:

[arvid@C64 ~]$ gunzip deine-datei.tar.gz

Anschließend ist der bei der Dekompression entstandene Tarball auszupacken:

[arvid@C64 ~]$ tar xfv deine-datei.tar

Und damit ist deine-datei.tar.gz nun dekomprimiert uns ausgepackt. Fertig.

Der ganz kurze Weg

Beide Schritte in einem Rutsch abzuarbeiten, lässt sich mit dem Befehl tar und dem zusätzlichen Parameter -z erledigen:

[arvid@C64 ~]$ tar xfvz deine-datei.tar

Ein Aufruf des Befehls

[arvid@C64 ~]$ tar --help

offenbart uns -in der Konsolenausgabe zum Abschnitt "Kompressionsoptionen" gescrollt- sogar, welchen Nebeneffekt der neue Parameter hatte. Der tar-Befehl selbst lässt die Datei durch gunzip laufen, der manuelle Aufruf des gunzip-Befehls fällt daher weg.

Und wie verpackt man das?

Bevor ich noch weitere Infos abschreibe, möchte ich dich mal an folgenden Blog verweisen, auf dem das in aller Kürze zusammengefasst ist: tar.gz verpacken und entpacken auf miZine